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Kirche und die Rolle der Medien

Udo Bachmair

Die unmittelbar nächste Veranstaltung unter Mitwirkung der Vereinigung für Medienkultur ist am 7. Dezember ab 19 Uhr ein weiterer Teil der Reihe „Gemeinde im Gespräch“ im Raum der Begegnung der Lutherischen Stadtkirche in Wien. Dieses Mal zu Gast ist die Sozialethikerin, Theologin, Pfarrerin und frühere ORF-Redakteurin Maria Katharina Moser. Sie wird im nächsten Jahr die Nachfolge von Michael Chalupka an der Spitze der Evangelischen Diakonie antreten. Als einer der zentralen Punkte des Gesprächsabends soll auch das Spannungsfeld zwischen Kirchen und Medien erörtet werden.

Wir laden zu dem Gesprächsabend mit Publikumsbeteiligung herzlich ein. Eintritt und Getränke frei.

Details zur Veranstaltung im Folgenden:

Gemeinde im Gespräch mit Udo Bachmair

Gesprächspartnerin:

Dr. Maria Katharina Moser

Sozialethikerin, Theologin und designierte Direktorin der Diakonie

Generalthema :  Was kann und soll Kirche ?

Raum der Begegnung der Lutherischen Stadtkirche, Dorotheergasse 18, A-1010 Wien

7. 12. 2017  19 Uhr

Einige der Fragen:

>>Welche Rolle können Medien spielen, um den Wert und den Sinn von Kirche und Religion stärker im Bewusstsein der Menschen zu verankern?

>>Wie sehr wird überhaupt das Bild von Kirche von den Medien mitgeprägt?

>>Wie ist die Ökumene einzuschätzen? Hat die Annäherung zw. Katholiken und Protestanten bereits zu einem Idealzustand geführt oder sind da nicht noch einige Steine aus dem Weg zu räumen ?

 


Boulevard und Terror

Medien, die Terroristen in die Hände spielen

Udo Bachmair

Nach dem jüngsten Terroranschlag in London sind sie wieder allgegenwärtig: Die Bilder des Terrors. Sie fallen umso drastischer dann aus, wenn sie vom geschäftstüchtigen Boulevard verbreitet werden. Ohne Verantwortungsgefühl, ohne jegliche journalistische Ethik und Pietät. Seriösen Journalisten bleibt es vorbehalten, besonders auch auf die angstmachende Wirkung von Bildern und sensationsgeiler Berichterstattung aufmerksam zu machen. Zur diesbezüglichen Rolle der Medien KURIER-Redakteur Andreas Schwarz :

„Sie müssen berichten, immer häufiger, und besorgen unfreiwillig mit jedem Bild vom Ort des Geschehens das Geschäft der Terroristen – die Verbreitung von Angst. Billig-Blätter wie „Österreich“ veröffentlichen auch noch Fotos von Leichen der Opfer – das Geschäft mit dem Gruseln ist auch eines, nicht wahr? Die Ideologen hinter den radikalisierten Idioten und Mördern sagen: „Danke“.

Keine Berichterstattung geht nicht, leider. Eine verantwortungsvolle und zurückhaltende wäre aber auch eine Waffe gegen den Terror“

( Zitat aus KURIER 24.3.2017 )