Archiv der Kategorie: Medienschmankerl

Woher kommt das Wort „Quarantäne“?

Hans Högl- Rückgriff auf die Wiener Zeitung

Zum Wort Quarantäne.Das maßgebliche Wörterbuch zur Herkunft von Wörtern ist das Buch (Friedrich) Kluge: Etymologisches Wörterbuch. Demnach kommt das Wort Quarantäne vom französischen Ausdruck „quarantaine“(italienisch:quaranta, Latein: quadraginta).

Das ist eigentlich die Anzahl von 40 Tagen. Die Benennung erfolgte – so R. Sedlacezek in seiner Spalte in der Wiener Zeitung (25.3) nach der früher üblichen vierzigtägigen Hafensperre für Schiffe mit seuchenverdächtigen Personen, und er geht auf biblische Hintergründe der Zahl 40 ein. Für Personen, die sprachinteressiert sind, ist diese Spalte in der Wiener Zeitung von Interesse.

China hilft dem Balkan und Österreich, Kuba hilft Italien

Bemerkenswerte Nachrichten (Hans Högl, Udo Bachmair)

Balkan: Während die Europäische Union mit sich selbst beschäftigt ist, nützt China die Gunst der Stunde und kommt Balkanländern wie Serbien in der Corona-Krise zu Hilfe. Macht die Pandemie den Balkan zum Brückenkopf Chinas?

Bemerkenswert erscheint ferner, wie sehr China Österreich hilft, mit Tonnen an Schutzausrüstungen. Als Gegenleistung für die Österreichhilfe am Anfang der Corona-Causa in China. Selten wird erwähnt, dass Kuba Italien hilft, mit mehr als 50 Ärzten sowie mit medikamentöser Unterstützung.

Was im Leben zählt. Botschaft des deutschen Fußballtrainers J. Löw

Hans Högl
Nachdenkliche, außergewöhnliche Stellungnahme des DFB-Fußballtrainers

Joachim Löw, der DFB-Fußfalltrainer, gab eine bewegende Videokonferenz in Freiburg und sagte:

„Ich habe so das Gefühl, dass die Welt und vielleicht auch die Erde sich so ein bisschen stemmt und wehrt gegen die Menschen und deren Tun. Denn der Mensch denkt immer, dass er alles weiß und alles kann und das Tempo, das wir so die letzten Jahre vorgegeben haben, war nicht mehr zu toppen. Macht, Gier, Profit, noch bessere Resultate, Rekorde standen im Vordergrund. Umweltkatastrophen, wie in Australien oder sonstwo, die haben uns nur am Rande berührt.“

Was dagegen wirklich zähle, spüre er in diesen schwierigen Tagen in seinem eigenen Umfeld: „Familie, Freunde, Menschen, Respekt zählen im Leben. Jeder Einzelne muss beweisen, dass wir uns wandeln können.“ Mit einer Spende von 2,5 Millionen Euro für soziale Zwecke setzten die Nationalspieler ein Zeichen der Solidarität. Löw und Bierhoff gehen offensichtlich mit gutem Beispiel voran und zwar, indem sie auf einen Teil des Gehalts verzichten.

Die Fußball-Aktualität rückt für Löw weit in den Hintergrund. Keine Länderspiel-Klassiker gegen Spanien und Italien, kein Trainingslager der Nationalelf Ende Mai in Seefeld, keine sommerlichen EM-Festspiele in München – das schmerzt auch den Bundestrainer, aber das stehe für ihn momentan absolut „hinten an“, wie er sagte: „Andere Dinge sind jetzt wichtiger. Für mich zählt jetzt, was ist mit der Familie, mit Freunden, wo kann ich die Menschen in meiner Umgebung unterstützen?“

Stromverbrauch in Afrika und New York

Medienschmankerl in „Die Furche“(Wochenzeitung in Wien)

Allein die Stadt New York verbraucht an einem (1) Tag soviel Strom wie ganz Afrika südlich der Sahara in einem (1) Jahr.

schreibt Shalini Randeria, Rektorin des Instituts für die Wissenschaft vom Menschen. In:Die Furche Nr.51/52, p.13. (H.Högl)

US-Evangelikale fordern Absetzung von R. Trump

Frappierender Text zur Relation Religion-Politik anlässlich des Weihnachtsfestes

Hans Högl

Evangelikale Christen zählen zu Trumps wichtigen Wählern- dies beginnt zu bröckeln. Das Magazin „Christianity Today“ gründete der legendäre Prediger Billy Graham, der ein Hundert-Millionen-TV-Publikum faszinierte. Kürzlich evaluierte der Leitartikel des Magazins Donald Trump als „verwirrt und moralisch verloren“ – so wegen dubioser Geschäfte, Lügen und seiner fragwürdigen Haltung zu Frauen. Das stößt dem Verfasser des Artikels Mark Galli sauer auf, und er tritt für die Amtsenthebung von Trump ein.

Dies ist Impuls, die religiöse Haltung von Ronald Trump zu eruieren. Der Autor M. d`Antonio gibt uns Antworten: Vater Fred und Sohn Ronald Trump schätzten in New York Reverend Norman V. Peale, den Verfasser des Buches die „Kraft des positiven Denkens“, der in Predigten sehr erfolgs- und nutzenorientiert argumentierte, quasi wie: Denke nach und werde reich. Nur selten kam er auf Sünde, Leid oder Erlösung zu sprechen. Er predigte, seine Zuhörer sollen wegen Missetaten „frei von Schuldgefühl“ sein. Diese „Saccharin“-Predigt fanden die Immobilienmenschen Vater Fred und Sohn Ronald Trump recht passend.

Michael d`Antonio: Die Wahrheit über Trump, Berlin 2106.

Hausgemachte Probleme Afrikas?

Europäer haben historisch in Afrika viel Unheil angerichtet. Selten drücken Afrikaner ihre eigene Schuld für das Afrika von Heute aus.

Hans Högl

Der ghanaische Erzbischof Gilbert Justice Yaw Anokye hat kritisiert, dass in einigen Ländern Afrikas Diktatoren und Despoten immer noch „starken Rückhalt genießen“. „Wir haben uns für Anführer entschieden, die Afrika seit der Unabhängigkeit bis heute nicht vorangebracht haben.“ Afrikaner wählen korrupte Politiker, nur weil sie vom eigenen Stamm sind.

Christliche Kirche im Irak wiedereröffnet

Seltene Berichte über Christen im Nahen Osten (Irak)

Hans Högl

Die islamische Terrormiliz (IS) vertrieb 2014 Christen aus der irakischen Stadt Karakosch und zerstörte ihre Kirche. Hier waren die Christen in der Mehrheit. Die Muslime konnten bleiben.
Vor ein paar Monaten wurde die Kirche wiedereröffnet. 800 christliche Familien haben sich wieder in Karakosch niedergelassen.

Europas Herkunft und neue Gestalt

Jacques Le Goff -Französischer Historiker:

„Europa wird gebaut. Getragen von großen Hoffnungen. Doch erfüllen werden sie sich nur, wenn sie der Geschichte Rechnung tragen.Ein geschichtsloses Europa wäre ohne Herkunft und ohne Zukunft.

Denn das Heute entstammt dem Gestern, und das Morgen entsteht aus dem Vergangenen. Dieses Vergangene soll die Gegenwart jedoch nicht lähmen, sondern sie befähigen, bei allem Bewahren eine andere und im Fortschritt eine neue Gestalt zu gewinnen.“

Folgender brillanter Kurztext hat mich fasziniert. Darum habe ich ihn als stilistisches und inhaltliches Medienschmankerl aufgegriffen.(Hans Högl)

Nachhaltig leben. Medientipp

Hans Högl

Wer ist persönlich imstande, die dramatischen Prognosen des Klimawandels innerlich aufzunehmen? Darum sei ein Monatsmagazin „für nachhaltige Lebenskultur“ mit dem Titel „Lebensart“ empfohlen. Selbstverständlich ist unser Tipp keine bezahlte Werbung!

Ich nenne Inhalte eines Heftes: Wir tun was. Plastik Adieu/Demokratie: Freiheit ist immer die Freiheit des anders Denkenden/ Tiertransporte- Wahnsinn auf der Landstraße/Sojaland Österreich/Die besten Eiweißalternativen-Genießen mit dem Gesundheitsplus/ Neue Speiserezepte braucht das Land./ Iss Dich glücklich/

Im Käfig der Verbitterung.Kränkungen. Das können Sie tun/Fast Fashion.Textiles Dumping/Wie Hall in Tirol Unkraut und Gylsophat los wurde/ Rinder sind Quelle für Methanquellen und mitschuldig am Klimawandel-zum Anderen: Fleisch essen ist für den Menschen normal.Aus Fleisch bezieht er Proteine und Fett, Vitamin B 12 und Eisen.

Wer kein Fleisch ist, muss B12 durch Präparate nehmen.Kleinkinder sollten nicht fleischfrei ernährt werden, weil der Eisenspeicher, den das Kind bei der Geburt mitbekommt, mit dem sechsten Lebensmonat aufgebraucht ist. Doch: Der hohe Fleischkonsum ist schlecht für die Umwelt und Gesundheit.Global hat sich der Fleischkonsum in den vergangenen 50 Jahren fast verdoppelt.

Dies sind einige Texte aus „Lebensart, die weder katastrophistisch sind, aber doch zum Handeln anregen. Bezugsadresse für „Lebensart“ A-3100 St.Pölten, Wiener Straße 35.Umfang rund 65 Seiten, graphisch angenehm gestaltet, Einzel-Heftpreis A: 4,60 €, D: 5,20 €.

Die Welt ist noch zu retten

Hans Högl. Filmrezension

Der Saal des Kinos war gestern am späten Sonntag-Nachmittag gesteckt voll, und dies beim anspruchsvollen und schönen, mutmachenden Film „But Beautiful“. Und nach welchem Film wird spontan geklatscht? – wie gestern in Wien. Dem gebürtigen Mostviertler Regisseur Erwin Wagenhofer gebührt Lob, Projekte zu zeigen, die funktionieren und die Alternativen zu unserer Konsumwelt aufzeigen. Bemerkenswert war auch das Gespräch von Dalai Lama, der in liebenswürdiger Weise alle Konventionen sprengt und „Ungebührliches“ sagt. Wir sehen auch Frauen ohne Schulbildung, die Solaranlagen bauen und erleben Permakultur-Visionäre auf La Palma. Und die Schönheit von Musik und Landschaften sind bezaubernd.
Von Wagenhofer ist unter anderem der Film „We feed the World“ bekannt.