Archiv der Kategorie: Good News

Hoher Anteil erneuerbarer Energie in Schottland

Während in Madrid über Klimafragen diskutiert und ein EU-Plan vorgelegt wird, realisierte Schottland bereits Maßgebliches im Sinne erneuerbarer Energie. Und nicht nur Schweden. Im Sinne der „Medienkultur“ greife ich diese Lücke auf.

Hans Högl

In Vorbereitung auf eine Schottlandreise erfahre ich Erstaunliches über dieses Land – so über Klimafragen. Das Land zwischen Atlantik und Nordsee ist wie kaum eine andere Region Europas dazu prädestiniert, Wind, Wellen und Gezeiten für die Stromerzeugung zu nutzen. Bis 2020 soll die gesamte Energieversorgung Schottlands aus regenerativen Quellen stammen.

Schottland hat ein gewaltiges Strömungs (Gezeiten) -Kraftwerk, einen hohen Anteil der erneuerbaren Energie am Stromverbrauch und eine der größten Windfarmen Europas (bei Whitlee). Vgl. www.scottishrenewables.com

In einem wunderbaren privaten Bildband lese ich den zum Text passenden Satz: Sonne und Wind schicken keine Rechnung. Katja Havlicek u. Ilse Gurke: Gedanken zu Bildern über uns und unsere Welt.

Klimafrage: Positivexempel

Bekanntlich haben Negativmeldungen Priorität in Medien. Hier aber ein Positivexempel zur Klimafrage. Doch fast alle Medien blasen wieder n u r in das Warnungshorn und malen nur Schreckensszenarios und produzieren Hoffnungslosigkeit!

Hans Högl

Wolfgang Pekny gehört zu den prominentesten österreichischen Aktivisten in Klima- und Umweltfragen. Er hat sich schon in den 80-iger Jahre bei gewagten Greenpeace-Aktionen beteiligt und wurde öfters verurteilt. Er ist aber der Ansicht, dass diese Aktionen irgendwann nicht mehr gesteigert werden können. Heute führt er das Unternehmen „footprint“ und berät Führungsspitzen in der Wirtschaft und Bankwelt. Wir wollen diese nicht explizit nennen.

„Wir galten damals in den 80-iger Jahren als Idioten“, sagte er in einer internen Sitzung der „Initiative Zivilgesellschaft“( die „Medienkultur“ ist ein Mitglied) und nahm auch zur Ozonfrage Stellung. „Hier ist uns ein Erfolg gelungen“. Da gelang es Techniker FCKW-freie Kühlschränke herzustellen. Und so konnte berichtet werden – immer wieder als „kurz notiert“ und so beiläufig jetzt im November, dass das „OZON-LOCH kleiner“ geworden ist. „So klein wie seit rund 30 Jahren nicht mehr“. Wiener Zeitung, am 9.November 2o19. Ich erfuhr in meiner früheren Lehrtätigkeit, als ich die Wirkungsmechanismen die zur Ozongefahr führten, Anerkennung von Seiten der Studierenden, dass ich aus einer diffusen Angst konkrete Befürchtungen machte.

Leichter verständliche Nachrichten! Wie hält es der ORF?

Einfacher Sprachmodus bereits international angeboten

Hans Högl

Es gibt aber durchaus legitime Wünsche versus ORF. Dieses Unternehmen hat – obschon mit beachtlichen Qualitätsangeboten, Verbesserungspotential und einige Schwachpunkte. So erfuhr ich bei meinem Dresden-Aufenthalt von einer Germanistin: Der Deutschlandfunk bietet auf der Webseite www.nachrichtenleicht.de Nachrichten in einfacher Sprache an. Also für Menschen, welche die deutsche Sprache erlernen. Also nicht zuletzt für Migrationskreise. Ähnliches praktiziert das Schwedische Fernsehen, wie mir schwedische Verwandte mitteilen.

An solchen Angeboten könnte sich auch der ORF orientieren, wo er sich doch sonst intensiv für Menschenrechte und Flüchtlinge einsetzt. – Das Salzburg Museum (Die Neue Residenz) hat das Anliegen bereits umgesetzt, wie mir Besucher mitteilten: Es bietet Texte für elementare Sprachverwendung an, für das Niveau A 2.

Ein Beispiel vom Deutschlandfunk: Strafen für Arbeitslose zu hart. Wenn Menschen in Deutschland nicht genug Geld zum Leben haben, bekommen sie Hilfe vom Staat. Der Staat kann aber weniger oder gar kein Geld mehr zahlen, wenn man bestimmte Regeln nicht einhält. Das Bundes-Verfassungs-Gericht sagt jetzt: Das muss sich ändern. Das Job-Center darf das Arbeitslosen-Geld nicht ganz kürzen. Das Geld vom Staat heißt Hartz 4. Genauer gesagt kommt es vom Job-Center. Arbeitslose zahlen damit Essen, Kleidung und ihre Wohnung. Das Geld soll sie unterstützen, damit sie genug zum Leben haben.

Das Job-Center kann Menschen auch bestrafen. Zum Beispiel, wenn jemand einen Termin beim Job-Center verpasst. Oder wenn jemand sagt: Ich will diese Arbeit nicht machen. Dann bekommen Arbeitslose weniger Geld. Manchmal kriegen sie auch gar kein Geld mehr. Das Bundes-Verfassungs-Gericht hat entschieden: Das Job-Center darf das Geld nicht ganz kürzen. Ein Drittel weniger Geld als Strafe ist genug. Und die Politiker müssen jetzt neu über Hartz 4 entscheiden. Darüber gibt es Streit: Manche in der Partei SPD wollen gar keine Strafen mehr. Andere, zum Beispiel in der Partei CDU, finden: Ohne Strafen geht es nicht.

Die Welt ist noch zu retten

Hans Högl. Filmrezension

Der Saal des Kinos war gestern am späten Sonntag-Nachmittag gesteckt voll, und dies beim anspruchsvollen und schönen, mutmachenden Film „But Beautiful“. Und nach welchem Film wird spontan geklatscht? – wie gestern in Wien. Dem gebürtigen Mostviertler Regisseur Erwin Wagenhofer gebührt Lob, Projekte zu zeigen, die funktionieren und die Alternativen zu unserer Konsumwelt aufzeigen. Bemerkenswert war auch das Gespräch von Dalai Lama, der in liebenswürdiger Weise alle Konventionen sprengt und „Ungebührliches“ sagt. Wir sehen auch Frauen ohne Schulbildung, die Solaranlagen bauen und erleben Permakultur-Visionäre auf La Palma. Und die Schönheit von Musik und Landschaften sind bezaubernd.
Von Wagenhofer ist unter anderem der Film „We feed the World“ bekannt.

Pressefreiheit : Wachsam bleiben

Dieser Tage jährt sich zum 160. Mal der Bestand des renommierten Presseclubs Concordia. Auch wenn die Pressefreiheit formal garantiert ist, muss sie immer wieder neu erkämpft werden. „Weiter wachsam sein“ lautet daher die Devise.

Udo Bachmair

Wir haben während der türkis-blauen Koalition erlebt, wie ORF-Journalisten von Vertretern des Juniorpartners dieser Regierung bedroht wurden und eingeschüchtert werden sollten. Nicht nur der besonders engagierte ZiB 2-Anchorman Armin Wolf, sondern auch ORF-Auslandskorrespondenten, wie Ernst Gelegs, waren Opfer von Regierungsschelte und Kündigungsandrohungen wegen „unbotmäßiger Berichterstattung“. Die Attacken auf unabhängige Journalisten wurden auch als Generalangriff auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gewertet. Und generell auch auf die Pressefreiheit in diesem Land.

Umso wichtiger der Appell des Präsidenten des Presseclubs Concordia, Andreas Koller : „Es gilt, wachsam zu sein“. Pressefreiheit sei ein hohes Gut, und der Blick über die Grenzen zeige, wie schnell sie in Bedrängnis geraten könne. Und im Hinblick auch auf Österreich merkt Koller im Kurier an : „Ich habe nicht den Eindruck, dass alle Politiker hierzulande kapiert haben, „was Pressefreiheit eigentlich bedeutet“. Eine Anspielung unter anderem auch auf die umstrittenen Richtlinien für die Öffentlichkeitsarbeit, die der frühere FPÖ-Innenminister zu verantworten hatte. Dieser sah sich ja mit Vorwürfen konfrontiert, auch mit Menschenrechten nicht allzu viel am Hut zu haben.

Wachsam zu sein bezüglich der Pressefreiheit ist ein wesentlicher inhaltlicher Pfeiler des Presseclubs Concordia. Aus Anlass seines nunmehr 165-jährigen Bestehens brachte es die Concordia-Generalsekretärin Daniela Kraus gegenüber der Presse gut auf den Punkt: „Wir achten darauf, dass das freie Wort frei bleibt“. Credo auch der Vereinigung für Medienkultur, mit der ein Kooperationsabkommen mit dem Presseclub Concordia besteht. An dieser Stelle auch namens des Vorstands der Vereinigung vielen Dank für die gute Zusammenarbeit.

An weiteren Maßnahmen zur Sicherung der Pressefreiheit wäre die Schaffung eines Informationsfreiheitsgesetzes unabdingbar. Eines der Themen, die auf die neue Regierung warten. Außerdem steht die Novellierung des ORF-Gesetzes an. Und auch da wird sich zeigen, wie konstruktiv die künftige Koalition an diese Frage herangeht. Motto der ORF-Reform sollte jedenfalls sein, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk weiter auch finanziell lebensfähig zu erhalten. Eine nicht unwichtige demokratiepolitische Aufgabe. Siehe dazu auch meinen Appell unter www.wirfuerdenorf.at

Lob für den Kultur- und Informations-Spartensender ORF III

Hans Högl

Der TV-Sparten-Sender ORF III verdient, positiv hervorgehoben zu werden; denn er bietet eine Fülle, ja fast eine Überfülle von wertvollen Dokumentationen – so über Österreichs Kultur, Politik, Geschichte und über Europa. Manchmal würde man gern im Vorhinein in Printmedien ein wenig mehr erfahren, was in etwa der Inhalt der Filme und Reportagen ist.

Ich sah vor meiner Burgundreise den Film über Kaiser Maximilian und über seine Heirat mit Maria von Burgund.Der Geschichtsunterricht wäre wohl überfordert, abgesehen von der europäischen Bedeutung dieser Heirat – Näheres über die politischen Hintergründe dieser Vermählung zu vermitteln. Der Film veranschaulichte, welche Spannungen diese Heirat mit den Stadtherren in den Niederlanden auslöste und verwies auf die diplomatische Verwicklungen und führte zu einem Krieg mit Frankreich, das ebenso den Burgund für sich beanspruchte. Für mich blieb vorerst unbeantwortet, ob und inwiefern der Spielfilm auch den historischen Tatsachen entsprach. Das wäre vielleicht als Vor- oder Nachwort wünschenswert.

Am Samstag, den 12. Oktober 2019 Nachmittag, war die oberösterreichische Region Mühlviertel im Blick. Diese gilt wie das niederösterreichische Waldviertel als wirtschaftliche Randzone, angrenzend an Böhmen. Die ORF III Sendung brachte mutmachende wirtschaftliche Initiativen aus dieser durch Granit geprägten Landschaft – über Biolandwirtschaft, Hopfenanbau, Leinenweberei….Er zeigte, wie Menschen durch Kreativität selbst in Regionen mit wenig Industrie ihr Überleben sichern. Das war konstruktiver Journalismus im besten Sinne.

Ein Hinweise für unsere deutschen Leser: Das Mühlviertel ist zumindest geologisch dem Bayerischen Wald und dem niederösterreichischen Waldviertel ähnlich. Die Bezeichnung Waldviertel ist insofern irreführend, als es neben Wäldern auch Feldwirtschaft und Wiesen gibt.

Rhein: Ökologische Erfolge

Hans HÖGL

Nachtrag zum Blog: Klimawandel: „Es ist noch nicht zu spät“!

Bei der Brandbekämpfung in der Schweizerhalle in Basel am 1. November 1986 gelangten 500 Tonnen Chemikalien mit dem Löschwasser in den Rhein. Und auf einer Länge von 400 km starb der gesamte Aalbestand. Nach der Brandkatastrophe gab es ein Badeverbot.

AM 5. OKTOBER 2008 wurde in Basel seit 50 Jahren wieder ein Lachs im Rhein gefangen.

2015 wurde im Rhein bei Basel 41 Fisch- und Krebsarten nachgewiesen.

2018 beim Rheinschwimmen nahmen fast 4.000 Personen teil.

Klimawandel: „Es ist noch nicht zu spät“!

Hans Högl

Das sagte Österreichs Bundespräsident Van der Bellen. „Wir wissen, was zu tun ist und wie wir es tun können“. „Wir müssen klimaneutral werden, also aus der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas aussteigen.“

Die Bewältigung der Klimakrise ist eine „Jahrhundertaufgabe“. „Wenn wir so weitermachen wie bisher, wird aus der Klimakrise eine Klimakatastrophe“, sagte der Bundespräsident. (Wiener Zeitung, 29.9.2019). Diese Aussage ist sehr ernst, sie korrigiert aber auch jene, die nur Horrormeldungen verbreiten und die Menschen in Fatalismus stürzen. Ebenso warnte Van der Bellen kürzlich vor der Forderung, dass ab nun kein Fleisch mehr gegessen werden solle. Da würde die Bevölkerung überfordert. Aber wir können und sollen den Fleischkonsum reduzieren, und es sind die Zusammenhänge zu erklären. Abgesehen davon, es kann ja auch nicht die Rinderzucht einfach abgeschafft werden. Wer übernimmt die Folgen für die arbeitslosen Bauern?

In einer fachgerechten Umfrage im Zentrum des Arbeiterquartiers von Hernals in Wien wurde bei den Antworten auf offenen Fragen – abgesehen vom Verkehr- kein Umweltanliegen ausgedrückt. Aufgrund meiner Überraschung bestätigt dies d i e Expertin eines Meinungsforschungsinstitutes.- Mit anderen Worten- obwohl soviel über Umwelt geschrieben wird, greift es nicht -zumindest drang es bis vor kurzem nicht durch.

Es gilt legitime große Sorgen, präzise und sachgerecht zu formulieren. Von einem Ökologie-Aktivisten erfuhr ich, dass ein junger Freund seinerseits aus Verzweiflung über die Klimasituation Selbstmord begangen hat. Eine Verwandte meinerseits gestand mir, Ihr Vater, ein Lehrer, habe „ihre ganze Kindheit und Jugendjahre versaut“, indem er sie ständig mit Katastrophenszenarios überschüttete,die nicht eingetreten sind . Zwar hatten manche lange zurückliegende übertriebene Spiegel-Medienanalysen „Wie der deutsche Wald stirbt“, Ihr Positiva, indem Sachverhalte überhaupt ernst genommen und Korrekturen getroffen wurden.

Nur ein paar Positiva: Wer hätte es vor ein paar Jahren für möglich gehalten und wäre nicht Idiot geheißen worden, dass den Dieselautos im Autoland Deutschland so zugesetzt wird? Auch die Eindämmung des Ozons ist gelungen, schreibt der Ökologe Werner Rauch. Gegen Plastik wird nun doch vorgegangen. Der Rhein bei Basel, wo es riesige Chemiekonzerne gibt, ist nach einer Katastrophe wieder so sauber, dass zahlreiche Menschen darin schwimmen, wie ich im Sommer beobachtet habe.

Der US-Autor Jonathan S. Foer unterscheidet jene, die klimabezogen etwas tun, und jene, die nichts tun. Aber viele verhalten sich wie Zuschauer (Der Standard, 14.9.2019). Der Verfasser dieser Zeilen ließ im Urlaub sein Auto auf einem Zug von Wien nach Feldkirch transportieren, fährt in der Großstadt Wien fast nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln, isst in der Regel in der Familie nur am Wochenende Fleisch. Ich fliege auch manchmal. Wolfgang Pekny, ein großer Umweltexperte in Wien, sagt, es kommt auf den Mix von Punkten an, die den ökologischen Fußabdruck bewirken. Und dieser Mix kann verschieden sein.

Autobahnen: In Österreich gibt es „Raststätten“, in Bayern „Autohöfe“

Aus Eigenerfahrung und nicht aus Selbstlob hebe ich bei Autobahnen ASFINAG-Raststätten in Österreich hervor-im Vergleich zu deutschen „Autohöfen“. Gleiches bestätigt eine Autobahn-Vielfahrerin für Deutschland. Jede größere Negativerfahrung wäre ein Medienskandal. Hier bringe ich im Sinne der der Medienkultur eine feinere, differenzierte Beobachtung.

Hans Högl

Ich fuhr auf der Autobahn von Bregenz nach Lindau, München, Deggendorf, Passau, Linz, Wien. In Bayern gab es mehr Begrenzungen als erwartet, bei München Stau, sonst aber ein flottes Vorwärtskommen. An deutschen Autobahnen begegnet man AUTO-HÖFEN und Abfahrten irgendwo und nirgends hin, aber RAST-Stätten finden sich nicht, sondern eben Auto-Höfe, also für Autos ist gesorgt, der Mensch wird vergessen. Mit Glück findet man ein WC und ein Plätzchen, um sich niederzusetzen.

Ganz anders in Österreich -auch in Frankreich steht der Mensch im Mittelpunkt. Französischen Autobahnfahrern wird im Burgund freundlich empfohlen, sich zu entspannen, eine Rast einzulegen. Ähnliches scheint auf deutschen Autobahnen nicht zu existieren.

Bald nach Passau erreiche ich die ASFINAG-RAST-Stätte Murau-West. Was hier geboten wird, ist in anderen ASFINAG-Raststätten ähnlich. Es gibt ordentliche WCs, einen Wickeltisch für Mütter. (NB. In Schweden finden sich auch bei den Männern ein Wickeltisch!). Man kann in Österreich einen guten Automaten-Café trinken, ein Angebot mit 24 (!) Varianten. Auch andere Getränke sind verfügbar. Sonstige Dienste: Ein SOS- Telefon, schöne Sitzbänke, um zu rasten, Mitgebrachtes zu essen und zu trinken, ein Österreich-Plan mit diversen Autobahnen durchs Land, Gratis WLAN, eine Willkommenstafel in verschiedensten Sprachen. Der Gegensatz: An manchen deutschen Haltestellen ist nicht einmal ein WC vorhanden und miserable Bänke.

Hier sollen nicht generell zwei Länder verglichen werden. So fand ich ein paar Tage vorher in Weil am Rhein, auf der deutschen Seite bei Basel, ein deutsches Hotel, das überaus gastfreundlich und einladend war. Dies gilt aber nicht für die deutschen AUTO-HÖFE. Den Bundesbürgern scheinen die Autos wichtiger als die Menschen zu sein. Und als hätten Menschen kein Bedürfnis nach Entspannung und Rast. NB. Eine kritische Notiz zur ASFINAG: Es drängt sich stark der Eindruck auf, dass sie zu viele und hohe Lärmschutzwände aufstellt.

Topmanager urteilt über Österreich

Konzernchef lobt in ausländischer Zeitung sein Land. Das ist in Medien selten.

Hans Högl

Wolfgang Eder, Konzernchef der Voest, hat eine Ära in Österreichs Industrie geprägt. Er formulierte in einem Interview in einer international angesehenen Zeitung Gedanken über Österreich und kommt zu solchen Schlussfolgerungen, die in der Regel in Medien nicht ausgesprochen werden. Selbstverständlich führt er auch Schwachpunkte an wie die Verpolitisierung der verstaatlichten Betriebe.

Eder im Wortlaut: „Österreich ist zweifellos ein sehr lebenswertes Land. Deshalb habe ich mich immer schwer getan, Kritik zu üben. Die Unternehmen in Österreich, ob klein oder groß sind gut aufgestellt und auch gut etwa für die digitalisierte Welt gerüstet.

Die Menschen sind engagiert, fleißig und im internationalen Vergleich immer noch solide ausgebildet. Auch Kultur und Kunst spielen in diesem Land eine größere Rolle als anderswo – alles in allem eine positive Mischung.“ (Neu Zürcher. 4.Juli 2019, p. 9).