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Christenfeindlichkeit in Frankreich

Hans Högl

In Frankreich werden jeden Tag zwei Kirchen geschändet. Doch kaum jemand spricht über die Angriffe auf Gotteshäuser im Land. Dieses Verschweigen finde ich für die Medienkultur relevant. Ich weise auf etwas hin, das kaum an die Öffentlichkeit dringt.

Es gibt Einschusslöcher in Kirchenfenstern, Brandspuren auf dem Altar, liturgische Gegenstände werden geraubt und Jesusfiguren geköpft. In Nimes ist ein Tabernakel aufgebrochen worden. 2018 sind in Frankreich 1.063 anti-christliche Attacken registriert worden. (2017: 878). Im Vergleich dazu sind rund 100 Synagogen und Moscheen geschändet worden. Der Bischofsvikar von Straßburg, Didier Muntzinger, sagte: „Wir spüren im Elsass eine starke Welle von Antisemitismus, Rassismus und Christianophobie“ .

Diese Information stammt von Ja-die neue Kirchenzeitung (5. Mai 2019) von Dr. Udo Fischer (Paudorf NÖ). P. Fischer wurde bekannt durch sein Auftreten gegen den verstorbenen, sehr traditionalistischen St. Pöltner Bischof Kurt Krenn. Vgl. www.pfarre-paudorf.com

 

Das soll Kunst sein ?

DER SCHMÄH-MANN

Offener Brief von Jürgen Todenhöfer*

Liebe Freunde, gut, dass sich die Kanzlerin von Böhmermanns Schmähgedicht gegen den türkischen Staatspräsidenten klar distanziert hat. Obwohl Böhmermann auch sie schon in übelster Weise beleidigt hat. Doch das Schmähgedicht gegen Erdogan ist unterste Schublade. Selten habe ich etwas Ekelhafteres gelesen. Hier das erbärmliche und auch rassistische Gedicht:

„Sackdoof, feige und verklemmt ist Erdogan der Präsident. Sein Gelöt stinkt schlimm nach Döner, selbst ein Schweinefurz riecht schöner. Er ist der Mann, der Mädchen schlägt und dabei Gummimasken trägt. Am liebsten mag er Ziegen ficken und Minderheiten unterdrücken. Kurden treten, Christen hauen und dabei Kinderpornos schauen. Und selbst abends heißt’s statt schlafen Fellatio mit 100 Schafen. Ja, Erdogan ist voll und ganz ein Präsident mit kleinem Schwanz. Jeden Türken hört man flöten, die dumme Sau hat Schrumpelklöten. Von Ankara bis Istanbul weiß jeder, dieser Mann ist schwul. Pervers, verlaust und zoophil, Recep Fritzl Priklopil. Sein Kopf so leer wie seine Eier, der Star auf jeder Gang-Bang-Feier. Bis der Schwanz beim Pinkeln brennt, das ist Recep Erdogan, der türkische Präsident.“

Das soll Kunst sein? Verdammt noch mal, nein! Das ist Beleidigung um der Beleidigung Willen. Selbst Satire verlangt ein Minimum an Anstand. Und Respekt vor der Würde anderer Menschen. Auch Recep Erdogans. Heißt das Gefängnis für Böhmermann? Nein! Aber er muss sich entschuldigen. Für seine offenen Schläge unter die Gürtellinie und seinen versteckten Rassismus. Er ist es nicht wert, dass sich Deutschland und die Türkei seinetwegen in die Wolle kriegen.

Euer Jürgen Todenhöfer

*Jürgen Todenhöfer ist Publizist, ehemaliger Medienmanager, früherer CDU-Abgeordneter im deutschen Bundestag.