Hilft Panik bei Klimadiskussion?

Hans Högl

Folgenden Text finde ich treffend-entnommen der Neuen Zürcher online: Sie zeigt auch ein Bild einer kanadischen Maschine, die CO 2 reduziert.

In den meisten westlichen Ländern hat die Klimadiskussion an Emotionalität zugenommen. In den Debatten ist der Umgangston gehässiger geworden, die Fronten sind verhärtet, und die gegenseitigen Anschuldigungen werden lauter. Doch wer Panik verbreitet, nach dem Notstand und extremen Verboten ruft, erreicht in vielen Bevölkerungsschichten kein Umdenken, sondern provoziert lediglich eine kontraproduktive Abwehrhaltung. Das ist keine zielführende Taktik. Das Streben nach einer Reduktion der Treibhausgasemissionen zwecks Verlangsamung einer zu raschen Klimaerwärmung verlangt vielmehr nach einem kühlen Kopf und geschickten Massnahmen, denn die Herausforderungen sind enorm. Dabei kommt der Wirtschaft eine Schlüsselrolle zu. -Hier ist zu ergänzen: Nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Politik.

Ein Gedanke zu „Hilft Panik bei Klimadiskussion?

  1. Ja, ich glaube auch, mit Panikmache und der Ausrufung von Klima-Notstand tut man den Menschen nichts Gutes. Dieser Meinung ist auch der Philosoph Rudolf Burger. In einem Gespräch mit Walter Hämmerle, Chefredakteur der Wiener Zeitung, sagt er, er glaube nicht an das Ende der Menscheit, aber er befürchte „enorme Verwerfungen und Auseinandersetzungen“. Viele der Hoffnungen, die man in die Möglichkeiten der Technologie gesetzt habe, wurden enttäuscht: „Die stationäre Kernfusion als praktisch unerschöpfliche Form der Energiegewinnung ist nach mehr als 70 Jahren intensiver Forschung bis heute nicht gelungen. Nachdem aber immer mehr Energie gebraucht wird, ganz gleich woher sie stammt, steht am Ende ein Revival der Kernkraft bevor. Das verdrängen wir aber!“ Jede Bepreisung von CO2-Emissionen werde zu entsprechendem Ausweichverhalten führen – und am Ender werde man bei der absolut klimafreundlichen Kernkraft landen. Wie gesagt, der Durch-Kommodifizierung der ganzen Gesellschaft, hervorgerufen durch die bürgerliche“kontraproduktive Abwehrhaltung“ sieht er keine Grenzen gesetzt. Er, als ehemaliger Naturwissenschafter, sehe in den Grenzen der Natur auch die Grenzen des wissenschaftlichen Fortschritts – es sei denn dieser bezöge sich auf Werte, die ja nicht notwendigeweise materieller Natur sein müssen.

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