Wie bürstet und striegelt man Infos?

Hans Högl

Infos-Striegeln ist für mich: Nachrichten reinigen. Hier Exempel, wie in der Medienwelt be-reinigt wird – aus dem Buch „Die große Zerstörung“ von Andreas Barthelmess. Berlin 2020.

Der Striegel dient zum Reinigen des Fells von Haustieren. Der Buchautor ist Ökonom, Start-up-Unternehmer, Jahrgang 1979. Der Fall „Donald Trump“ ist sehr komplex. Lassen wir Näheres über den umstrittenen Selbstdarsteller beiseite, erwähnen wir nur, dass „New York Times“ wochenlang mit 90 %-iger Sicherheit den Wahlsieg von Hillary Clinton ankündigte. Und sogar in der Wahlnacht verbissen daran festhielt, bis es nicht anders ging, als den Sieg von Trump einzugestehen. Die Interessen der Küstenstaaten waren wichtiger als die Objektivität.

Bemerkenswerte andere Fakten: Manche Dinge und Personen finden im Fernsehen nicht statt: Noam Chomsky, ein sehr links stehender Wissenschafter, aber weltweit bekannt, schaffte es nie, ins US-Fernsehen zu kommen, nicht einmal in den CNN. Selbst für dessen progressiven Gründer Ted Turner passten Chomskys sozialistische Ansichten nicht zu seinem Wirtschaftsliberalismus. Ein anderer Fall: Bernie Sanders erhielt erst dann ein Forum, als Fans und College-Studierenden im US-Vorwahlkampf  über soziale Netzwerke für ihn massenhaft mobilisierten. Auch Sanders hatte lange Zeit keine Chance, medial wahrgenommenen zu werden. Andreas Barthelmess sieht in Social Media  den größten Angriff auf etablierte mediale Hierarchien, aber sie haben für ihn auch zwei Gesichter (S.132 ff.) .

 

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