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„Die Furche“ -im ORF nie zitiert!?

Rätselhaftes Übersehen im ORF

Hans Högl

Gestern verwies ich auf unserem Blog www.medienkultur.at auf einen Beitrag in der Wochenzeitung „Die Furche“. Nun eine kritische Anfrage an die Chefredaktionen des ORF, die nicht allen gefallen wird.

„Die Furche“ ist eine anspruchsvolle, angesehene Wochenzeitung. Sie deckt ein breites Spektrum an Berichten und ausführlichen Kommentaren ab: Sei es von österr. oder internationaler Politik, sei es von Ökologie, kulturellen Berichten und Kommentaren (insbesondere auch zur Literatur). Und die „Furche“ bekennt sich zu einem weltoffenen, ökumenisch-christlichen Hintergrund.

Mich wundert ein Faktum als einer, der die Medienszene seit vielen Jahren beobachtet: Abgesehen von der Sparte „Religion“, die im ORF gut vertreten ist, hat meines Wissens keine sonstige ORF-Sendung (weder ein Magazin im Hörfunk noch im TV noch eine Nachrichtensendung) je einen Beitrag von der „Furche“ aufgegriffen.

Es wurde auch nie die Chefredaktion der „Furche“ zu einer Gesprächsrunde im ORF eingeladen. Nun leitet sie eine Chef-Redakteurin! Sollte meine Beobachtung nicht zutreffen, denn wer vermag denn das Gesamtangebot eines Senders zu überblicken, so ersuche ich meinen Eindruck mit 3 Gegenbelegen aus den letzten 10 Jahren zu widerlegen. Geht es darum, dass ein angesehenes Blatt mit ökumenisch-weltoffenem, christlichem Hintergrund keine Chance hat, zitiert zu werden?

Priorität Spitzensport: Hohes Preisgeld

Kitzbühel. Hahnenkammrennen. Preisgelder für Sieger

Hans Högl

Das Preisgeld für das 82. Hahnenkammrennen der alpinen Skimänner von Freitag bis Samstag beträgt exakt 1 Million Euro. Es verteilt sich auf die zwei Abfahrten Freitag und Samstag sowie auf den Slalom am Sonntag.

Für den Sieger gibt es jeweils 100.000 €, für den Zweiten 50.000 €, für den Dritten 25.000 € Preisgeld. Preisgeld wird bei der Kitz-Abfahrt bis Platz 45 ausbezahlt, beim Slalom für die Top 30. Quelle: Wiener Zeitung, 18.1.2021., S. 16. Diesmal sind an jedem Renntag nur 1.000 Zuschauer zugelassen.

Von einem ORF-Publikumsrat erfuhr ich gelegentlich Kritik am ORF, dass dieser in Sportberichten zu sehr den Spitzensport hervorhebe und zu wenig gesunden Breitensport. Nun: Die Sachlage ist komplex und verdient eine ausführlichere Analyse.

Kurz seien dazu Worte von Rutger Bregman aus seinem höchst bemerkenswerten Spiegel-Bestsellerbuches „Im Grunde gut. Eine neue Geschichte der Menschheit“ (Rowohlt 2020) wiedergegeben. Folgende Sätze finden sich auf S. 418:

„Leider sind zahllose Betriebe und Schulen (ich ergänze: auch Medien!) noch immer auf den Mythos ausgerichtet, dass Menschen von Natur aus miteinander konkurrieren. „In einem tollen Deal gewinnst du -nicht die andere Seite“, sagt beispielsweise Donald Trump in seinem Buch „Nicht kleckern, klotzen! Der Wegweiser zum Erfolg- aus der Feder eines Milliardärs“…Zu erinnern sei auch daran, wie ausführlich über die Visumsprobleme des serbischen Tennisstars Djokovic berichtet wurde…