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Wiener Hauptbücherei am Gürtel

Hans Högl

Nach 16 Jahren intensiver Nutzung wird die Hauptbücherei am Urban-Loritz-Platz saniert. Seit heute ist der Bereich für Belletristik gesperrt. Elf Millionen Besucherinnen und Besucher hat die Hauptbücherei am Gürtel seit ihrer Eröffnung 2003 gehabt (laut Eigendarstellung). Auf eigener Initiative beantragte ich im Bildungsministerium eine Auszeichnung für die exzellente Gestaltung und den wirklich guten Service dieser Bibliothek durch die Stadt Wien. Schon früher gab es einen Bericht darüber auf unserem Blog.

Ich treffe diese außergewöhnlich positive Einschätzung aufgrund e i g e n e r Erfahrung. Ich nütze diese Bibliothek fast jede Woche. Für unser zahlreiches Publikum aus dem Ausland, sei klargestellt:
Die Stadt Wien wird seit Jahrzehnten fast nur von der Sozialdemokratie (SPÖ) verwaltet- und somit auch die Bibliotheken. Die SPÖ hat auch gute historische Gründe, versus der Katholischen Kirche und Religionen reserviert zu sein. Dennoch ist fairerweise zu sagen, dass im Bestsellerangebot dieser Bibliothek auch dann und wann religionsbejahende Bücher aufscheinen.

Hauptbücherei in Wien auf Kurs

Hans  H ö g l.  Kommentar

Da gegenwärtig keine Landtagswahl naht, sei unbefangen ausnahmsweise ein Lob über eine effektive Institution gewagt in unserer kritik-lastigen Stadt – über einen öffentlichen Service, der nie in den Medien-Blick gerät; denn alles verläuft hier lebendig-still: gemeint ist die Wiener Hauptbücherei am Gürtel. Weil heute die „Wiener Zeitung“ deren Leiter Christian Jahl interviewte, greift die „Vereinigung für Medienkultur“ diese Lücke auf.

Die Hauptbücherei ist ein originelles Bauwerk, und was als Bücherei-Konzept umgesetzt wurde, ist einfachhin hervorragend! Welche` breites Angebot an Büchern, Neuen Medien, CDs, Zeitungen, und Fremdsprachliches ist für Interessierte griffbereit.

Es ist ein buntes Vielerlei: Niveauvolle Zeitschriften, ausländische Zeitungen und thematisch geordnete Bücher diverser Art. Nebenbei erwähnt: die gefälligen Sitzecken in der Bibliothek und das Restaurant am Dach. Fein ist es, entlehnte Bücher in jeder beliebigen Stadtbücherei rückgeben zu können. Eine kleine kritische Notiz: Zu bedenken gälte es, ob man den Bereich Esoterik und Religion nicht in separate Abteilungen und nicht so nebensächlich positionieren sollte. Von den kleineren Filialen kenne ich jene am Elternleinplatz. Auch hier ist viel Sorgfalt zu spüren. Alles in Allem: Der Leiter der Hauptbücherei und sein Team verdienen Anerkennung.