Kategoriearchiv: VERANSTALTUNGEN

Kirchen, Medien und Zeitgeist

Udo Bachmair

Wie steht es um Kirche und Öffentlichkeit ?

Welchen Stellenwert haben Religion und Kirchen in der Berichterstattung ?

Welche Bedeutung kommt dem Reformations-Motto „Freiheit und Verantwortung“ in einer so komplex und vielfach orientierungslos gewordenen Welt zu ?

Wie sehr treten Kirchen konsequent für Menschenrechte, Humanität und Solidarität ein und bilden damit Gegenentwürfe zum rechten Zeitgeist ?

Einige der Fragen an die

ORF-Journalistin und evangelische Theologin Renata Schmidtkunz
in meiner Gesprächsserie

Gemeinde im Gespräch

am 9.5. ab 19 Uhr im Raum der Begegnung 
Dorotheergasse 18, 1010 Wien

Herzlich willkommen !

Eintritt frei

Europa braucht eine massive Kurskorrektur

Hans  H ö g l

Impulsreferat bei der Konferenz der Initiative Zivilgesellschaf in Wien/ 28. April 2017. Schutzhaus Heuberg

50 Millionen Tote, eine Folge des 2. Weltkriegs, waren endlich genug. So erwuchs aus Asche und Trümmern das postnationale Europa. Ein großer Dank gilt dem französischen Außenminister Robert Schuman. Der Schumanplan birgt eine revolutionäre Idee: Es müssen die Waffenschmieden supranational kontrolliert werden. Darum wurden Stahlproduktion und Kohlengruben sowohl in Frankreich wie in Deutschland unter Aufsicht der Montanunion gestellt. Der Plan dazu wurde völlig geheim in vielen Monaten vorbereitet.[1] Ich habe vor einigen Monaten jenes Dorf in Nordfrankreich besucht, in dem Robert Schuman lebte. Die Montanunion verhindert Kriege zwischen Frankreich und Deutschland. Der Vertrag darüber wurde 1951 unterzeichnet. Das war das Ende eines Erbstreites von tausend Jahren zwischen dem Deutschem Reich und Frankreich. Im Jahr 843 wurde das Reich von Karl dem Großen auf drei Könige und auf drei Teile aufgeteilt, auf ein West-Reich, auf ein Ost-Reich und ein Zwischenreich. Dies hieß Lotharingen. Es umfasst nicht nur das Elsass und Lothringen, sondern es war ein breiter Landstreifen von der Mündung des Rheins bis zur Mündung der Rhone in Südfrankreich. Dieses Zwischenreich hieß in der Geschichte auch unteres und oberes Burgund. Anders herum: Es umfasste die Niederlande, das heutige Belgien, Luxemburg, das Elsass und Lothringen und die Regionen südlich bis zum Mittelmeer.

Das anfängliche Friedensprojekt Europa war ein Signal der Hoffnung. Und die Kooperation der Staaten bot relative Sicherheit und relativen Wohlstand – zumindest bis 1989. Doch diese Periode ist vorüber, und es gibt große Herausforderungen,   auf welche die Politik mehr Antworten sucht als findet. Europa braucht eine massive Kurskorrektur weiterlesen →

Akademie für Zivilgesellschaft- Wien VHS-Urania

Logo dieGuten

Sehr gute, neue  Initiativen erreichen oft nicht die breite Öffentlichkeit. Darum verweise ich auf eine Chance  für Vereine und Initiativen, Beratung, Helfer zu finden oder Hilfe anzubieten. Ich nahm an der Gründung des Netzwerkes teil. Zum Glück siegte mein Entschluss über die anfängliche Skepsis.   Das Vernetzungstreffen bietet die Chance, ehrenamtliche Helfer kennen zu lernen,  und ich fand Interessenten.  Und das Treffen war sehr geschickt von Gruppendynamikern der VHS-Urania organisiert, es nahmen an die 50 Engagierte teil.

Von Kursteilnehmern an der Akademie für Zivilgesellschaft  selbst vernahm ich großes Lob über die Ausbildung darüber, wie Projekte angegangen und durchgeführt werden können (Hans Högl)

NETZWERK ZIVILGESELLSCHAFT

Vernetzung ehrenamtlich Engagierter in Wien

Wozu ein Netzwerk Zivilgesellschaft?

Zivilgesellschaftliches Engagement findet viel zu oft hinter dem Vorhang statt. Zahlreiche Menschen setzen sich für unsere Gesellschaft und für andere Menschen ein, ohne dass ihre Projekte die Sichtbarkeit oder Anerkennung bekommen, die sie verdienen. Das Netzwerk Zivilgesellschaft möchte diese Situation ändern und unterstützt Sichtbarkeit, Vernetzung, voneinander Lernen und Zusammenarbeit.

Was bietet das Netzwerk?

  • Moderierte Treffen für schnelles Kennenlernen, Austausch und Kooperation
  • Präsentation jeder Initiative auf www.zivilgesellschaft.wien
  • Datenbank in Kooperation mit dem Projekt „Zeig Initiative“, um Gleichgesinnte zu finden

Anmeldung

Wir freuen uns über alle Anmeldungen zum Netzwerk! Bitte lest euch die Grundsätze und Teilnahmevoraussetzungen durch. (Buttons auf dieser Seite)
Wenn ihr mitmachen wollt, füllt bitte folgendes Formular aus und schickt es an: zivilgesellschaft@vhs.at

ORF-Publikumsrat: Öffentliche Sitzungen 2017

Hans Högl
Der Internetauftritt des Publikumsrates hat sich stark verbessert. An den Plenarsitzungen des Publikumsrats kann das Publikum teilnehmen. Es wäre durchaus möglich, dass der ORF gezielt zwei Dutzend medienaffine Personen dazu einlädt, wie es ja z.B. auch in der Sendung „Im Zentrum“ der Fall ist.  Die Sitzungen finden im ORF-Zentrum, 1136 Wien, Würzburggasse 30, Atrium, statt.

Sitzungstermine 2017

  • Dienstag, 23. Mai 2017, 10.00 Uhr
  • Dienstag, 12. September 2017, 10.00 Uhr
  • Mittwoch, 15. November 2017, 10.00 Uhr (Reservetermin)
  • Mittwoch, 6. Dezember 2017, 10.00 Uhr

Initiativen und Engagement junger Leute. Was hast Du getan, als die Welt noch zu retten war?

Hans H ö g l

Wir greifen  im Blog  eine Medien-Lücke auf: eine  inspirierend-ermutigende  Initiative, die Helmut Gruber gestern in der Initiative Zivilgesellschaft vorstellte. Helmut Gruber leitet ein Projekt, das Menschen im gesellschaftlichen Engagement fördert. Er hat Erfahrung in NGOs und in der Sozialarbeit. Mit patron4change werden Changemakern Umsetzungs-Chancen geboten. Helmut kennt junge Leute mit interessanten Ideen,  aber ihnen fehlen Ansprechpersonen und Ressourcen für die Realisierung.  Es geht um Impact-Investment und nicht darum,  karitativ zu helfen. Näheres ist zu finden unter Patron4change.

Auf der Webseite  www.whatchado.com stellen sich Jungunternehmer und Changemakers mit ihren Projekten in Videos persönlich kurz vor und wie sie Projekte realisierten. Der Hintergrund: Für unzählige junge Leute ist es schwierig, in  der Arbeitswelt Fuß zu fassen oder selbst wirtschaftlich initiativ zu werden.  In einigen Ländern der EU sind dies erschreckend viele jugendliche Arbeitslose –  so in Italien, Spanien, Frankreich. Aber auch  in Österreich ist das Problem virulent, obgleich wenig beachtet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Protestaufruf Kulturschaffender gegen Baumonster

Der Stadt Wien droht der Verlust des UNESCO-Weltkulturerbes. Warum? Wegen des geplanten Hochhauses beim Eislaufverein am Heumarkt. Dieses Projekt droht das Stadtbild empfindlich zu beeinträchtigen. Wird es tatsächlich realisiert, drohen weitere Baumonster.   
Daher rufen Kunst- und Kulturschaffende zu einer Demonstration gegen das Hochhausprojekt „Heumarkt“ auf. 
Wann? Am 11.3. von 15 – 17 in der Nähe des Konzerthauses (genauer: Beethovenplatz gegenüber Eislaufverein und Konzerthaus).  
Kontakt: Herbert Rasinger, Obmann des Vereins Initiative Stadtbildschutz, www.stadtbildschutz.at, mobil: 0664 / 419 75 73

Vereinigung für Medienkultur: Generalversammlung 2017

Udo Bachmair

Wir wollen Sie als Mitglied der Vereinigung für Medienkultur an den Termin unserer nächsten Generalversammlung erinnern. Diese findet am kommenden Montag statt :
20. 2. um 18 Uhr im Presseclub Concordia, Bankgasse 8, 1010 Wien.
Ab 19 Uhr ist ein Gespräch mit dem Publizistikwissenschafter Fritz Hausjell geplant. Dazu sind auch Nicht-Mitglieder eingeladen.
Thema des Gespächs mit Diskussion ist Zustand und Entwicklung von Österreichs Medienlandschaft .
Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Präsidium und Vorstand der Vereinigung für Medienkultur

 

Vortrag: Bespitzelung der Zivilgesellschaft

Verein gegen Tierfabriken

Dr. Eveline Lubbers wird am 23. Februar im WUK Projektraum ab 19 Uhr in ihrem Vortrag tatsächliche Infiltrations-Fälle beleuchten und erwägen, wie wir mit der Spitzel-Gefahr verantwortungsvoll umgehen können. Die Wissenschafterin, Journalistin und politische Aktivistin, Eveline Lubbers, hat in ihrem Buch vgl. oben Machenschaften multinationaler Konzerne aufgedeckt u. dokumentiert. Sie zeigt auf, wie Konzerne die legitime Arbeit und Recherche-Tätigkeiten von NGOs stoppen können und welche gravierende Bedrohung sich daraus für  politische Freiheiten ergibt. Z.B. Nestlé, Shell und McDonalds verwenden verdeckte Methoden, um sich ihrer Rechenschaftspflicht zu entziehen.

Lubbers Erkenntnisse sind für alle aktiven Menschen, die sich für Freiheit und Demokratie oder im Umwelt-, Natur- und Tierschutzbereich einsetzen, von großem Wert. Nicht zuletzt spielte diese Art der Infiltration auch im Wiener Neustädter Tierschutzprozess eine wesentliche Rolle.

Sie wird erzählen, wie sie mit ihrer Organisation Undercover Research Group den Polizeiskandal zu verdeckten ErmittlerInnen in England entdeckt hat und wie sie Leuten hilft, die den Verdacht haben, dass ihre Gruppen infiltriert wurden. Lubbers erklärt, was sie über den Ablauf von Infiltration herausgefunden hat und wie aktive Gruppen Gefahr laufen, Ziele von Spitzeln zu werden. Sie differenziert unter den Spitzeln: Unterwanderer, Informanten und Wirtschaftsspione und betrachtet auch die technischen Seiten von online- und Telefonüberwachung. Das Thema betrifft alle aktiven Gruppen.

Zeit:

Ort: WUK Projektraum, Währinger Str. 59, 1090 Wien

Der Vortrag ist kostenlos und wird auf englisch gehalten

Medienförderung und Rundfunkreform

Hans H ö g l

Die „Initiative für Zivilgesellschaft“ nahm einstimmig folgende Propositionen im Sinne des Medienwandels an (vgl. 10.1.2017):

 Medien-Konzentration und einseitige Besitzverhältnisse in Printmedien verhindern Medien-Vielfalt[1]. Durch Medienförderung kann und soll Medienvielfalt erhalten bleiben. Ein unabhängiger Weisenrat mit Auslands-Expert_innen sollte über die Verteilung der österreichischen  Medienförderung – auch für alternative Medien und Blogs entscheiden. Kriterien dafür sind objektive Berichterstattung, konstruktiver[2] und investigativer Journalismus.  

  • Die Rundfunkgesetze gilt es zu novellieren: ORF, ZDF, ARD und SRF sind zu verpflichten, breiter über den dritten Sektor, die Zivilgesellschaft mit den NGOs, zu berichten. Aber öffentlich – rechtlicher Rundfunk hat in Deutschland, Österreich und der Schweiz eine breite Akzeptanz und sollte öffentlich-rechtlich bleiben. Bedenklich ist, dass der Bildungsauftrag im TV-Kanal ORF 1 kaum erfüllt wird, und ORF 1 sich fast nicht von Privat-TV-Sendern unterscheidet.

[1] Das EU-Schuman-Institut in Florenz finanziert Forschungen, um die Medien-Vielfalt in der EU zu wahren.

[2] Vgl. Högl zum Konstruktiven Journalismus in   www.n21.press

ORF III : Alternative Neujahrsansprachen

Neujahrsbotschaften der etwas anderen Art

Udo Bachmair

Dieses Mal muss auf eine alte Tradition verzichtet werden: Auf die Neujahrsansprache des Bundespräsidenten. Sie fällt aus, da das neue Staatsoberhaupt Alexander Van der Bellen erst am 26. Jänner angelobt wird.

Für ungewöhnlichen Ersatz ist jedoch gesorgt: Der TV-Sender ORF III hat 18 heimische Kunst- und Kulturschaffende in die Wiener Hofburg eingeladen, wo sie ihre ganz persönlichen Neujahrsansprachen halten. Diese werden morgen (1.1.2017) und übermorgen (2.1.) über den ganzen Programmtag verteilt.

So erinnert Otto Schenk in seiner Neujahrsbotschaft daran, dass Österreich immer gut darin war, sich das Fremde zu eigen zu machen. Schriftsteller Michael Köhlmeier reflektiert, was der Mangel an Schönheit mit uns macht. Burgtheater-Doyenne Elisabeth Orth leiht der Demokratie ihre Stimme und Volkstheater-Direktorin Anna Badora erzählt eine Geschichte, die ermutigt, das Unmögliche zu wagen.

Ganz im Zeichen der Satire steht die „Übergangs-Bundeshymne“ von Michael Ostrowski und Gerald Votava.

Die „ORF III Neujahrsbotschaften“ im Überblick:

Sonntag, 1. Jänner:

10.00 Uhr: Rudolf Buchbinder 10.55 Uhr: Sabine Haag 11.50 Uhr: Lotte Tobisch 12.50 Uhr: Klaus Albrecht Schröder 13.45 Uhr: Wolf D. Prix 15.35 Uhr: Otto Schenk 17.25 Uhr: Bernhard Paul 18.15 Uhr: Wiener Sängerknaben 19.45 Uhr: Die Wiener Philharmoniker 22.45 Uhr: Michael Ostrowski und Gerald Votava

Montag, 2. Jänner:

9.30 Uhr: Anna Badora 11.20 Uhr: Michael Köhlmeier 13.35 Uhr: Ernst Molden 15.00 Uhr: Herr Hermes 16.45 Uhr: Gerald Votava 18.10 Uhr: Julya Rabinowich 19.40 Uhr: Ulrike Beimpold, 20.10 Uhr: Elisabeth Orth.

Die ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) stellt alle ORF-III-Sendungen, für die entsprechende Lizenzrechte vorhanden sind, als Live-Stream und als Video-on-Demand bereit.