Vor einigen Monaten entstand in Österreichs Medien der Eindruck, dass das Völkerkunde-Museum überhaupt aufgelöst würde. Und es entstand eine große Aufregung über diese angebliche Kulturschande. Von maßgeblicher Seite erfuhr ich nun, dass zwar der Name des Völkerkunde-Museums geändert wird – es wird in Zukunft Weltmuseum genannt. Ja, und dies wird etwas weniger Platz haben als das frühere Völkerkunde-Museum. Aber aufgelöst wird es nicht. Wir erwarten von Österreichs Medien mehr Sachlichkeit und Präzision und weniger Agitation.
Überall hören wir von Krisen, Medien schüren Verunsicherung. Wie reagieren wir darauf? Augen zu, Ohren zu? Oder lieber Ärmel aufkrempeln und was tun? Sechs Beispiele erzählen im Film DIE ZUKUNFT IST BESSER ALS IHR RUF von der Möglichkeit, den Lauf der Dinge doch selbst mitzugestalten.
Es ist ein Film über Menschen, die etwas bewegen. Sie engagieren sich für lebendige politische Kultur, für nachhaltige Lösungen bei Lebensmitteln und Bauen, für soziale Gerechtigkeit. Vergangen Woche gab es 400 Kinobesucher im Gartenbaukino Wien. Das war ein großer Erfolg, auch für das Marketing. Die Szene der Engagierten und die NGOs waren reichlich vertreten. Wer hat dies erwartet? Und nun wird der Film auch kommende Woche gezeigt.
Fritz Hinterberger, Geschäftsführer von SERI (Gastbeitrag):
„Ich hab den Film schon bei der Vorpremiere gesehen. SEHR sehenswert. Ich würde mich freuen, viele von Euch im Gartenbaukino (Wien) zu treffen.“
DIE ZUKUNFT IST BESSER ALS IHR RUF:Ein Film über Menschen, die etwas bewegen. Sie engagieren sich für lebendige politische Kultur, für nachhaltige Lösungen bei Lebensmittel und Bauen, für Klarheit im Denken über Wirtschaft, für soziale Gerechtigkeit. Überall hören wir von Krisen, Medien schüren Verunsicherung. Wie reagieren wir darauf? Augen zu, Ohren zu? Oder lieber Ärmel aufkrempeln und was tun? Sechs Beispiele erzählen von der Möglichkeit, den Lauf der Dinge doch selbst mitzugestalten.
12.05.2017 Ein Doku-Film von Teresa Distelberger, Niko Mayr, Gabi Schweiger und Nicole Scherg – A 2017, Laufzeit: 85 min
Am 16.5. wird der Film im Gartenbaukino (Wien) gespielt in Kombi mit der Band Federspiel als Live-Act. Wir wollen mit hunderten aktiven Menschen aus ganz Österreich die Kraft der Zivilgesellschaft feiern! : Daher zahlen alle für Film mit Federspiel nur 13,- statt 16,-.
Ab 12. Mai zum Kinostart in 21 Kinos österreichweit! Wenn der Film am 12./13./14. Mai KRAFTVOLL IM KINO startet, dann wird er noch länger gespielt – so schaffen wir es gemeinsam, noch mehr Menschen Mut zu machen. Alle Alle Startkinos: http://www.diezukunftistbesseralsihrruf.at/#Termine
PREMIEREN: St. Pölten 8.5., Graz 8.5., Oberpullendorf 10.5., Linz 10.5., Salzburg 11.5., Innsbruck 11.5., Klagenfurt 12.5. und Bregenz 17.5.
Wir – die Vereinigung für Medienkultur – sind Mitglied des Dachverbandes Initiative Zivilgesellschaft. In diesem Kontext erhielten wir folgendes Schreiben von
Doris Brandel und Franz Nahrada :
„Die Zivilgesellschaft hat sich zunächst als Feuerwehr der Gesellschaft verstanden, überall dort intervenierend, wo die Not groß und das staatliche System träge oder tatenlos schien. So entstand die Armenhilfe, die private Fürsorge (besser: Sozialarbeit!). So entstand die Bewegung gegen den Hunger in der Welt und für Entwicklungsprojekte. Dann kam die Umweltbewegung, zugleich dann die wahrscheinlich kurzfristig größte der Bewegungen, die Friedensbewegung.
Im Lauf dieser Interventionen entdeckte die Zivilgesellschaft schrittweise ihre Kraft und auch ihre Ohnmacht. Organisationen wie Amnesty entstanden, die Augenmerk auch nach innen, auf die zunehmend wahrgenommenen Schatten in unserer Gesellschaft, richten. Es wurde zunehmend klarer dass wir uns den Spielregeln dieser Welt zuwenden müssen – es genügte nicht mehr, Löcher zu stopfen. Organisationen wie ATTAC entwarfen neue Regeln für das Finanzsystem, die Gemeinwohlökonomie für das Wirtschaften.
Doch wir stehen jetzt an einer neuen Schwelle: Wir müssen feststellen, dass auch der Prozess der Zielfindung in unserer Gesellschaft selbst erodiert und mangelhaft ist. Wir müssen uns dem Feld der Politik zuwenden. Es geht jetzt nolens volens – ums Ganze!“ Eine derartige Geschichte der Zivilgesellschaft zu schreiben wäre eigentlich notwendig, wenn wir die Dynamik und Entwicklung wirklich verstehen wollen …“
Der Internetauftritt des Publikumsrates hat sich stark verbessert. An den Plenarsitzungen des Publikumsrats kann das Publikum teilnehmen. Es wäre durchaus möglich, dass der ORF gezielt zwei Dutzend medienaffine Personen dazu einlädt, wie es ja z.B. auch in der Sendung „Im Zentrum“ der Fall ist. Die Sitzungen finden im ORF-Zentrum, 1136 Wien, Würzburggasse 30, Atrium, statt.
Sitzungstermine 2017
Dienstag, 23. Mai 2017, 10.00 Uhr
Dienstag, 12. September 2017, 10.00 Uhr
Mittwoch, 15. November 2017, 10.00 Uhr (Reservetermin)
Der aktuellen Resignation zum Trotz: Menschen stehen immer wieder auf. Sie verändern, streiten und leben für eine gerechtere Zukunft. Was treibt sie an, was ist das Geheimnis ihrer Hoffnung? ….
Die guten Nachrichten werden gerne übersehen oder von den Medien nicht weitergegeben. Dabei gibt es weltweit viele positive Entwicklungen. Es ist schon paradox: Da kommen Menschen aus Syrien, Somalia und dem Irak nach Deutschland, mit nichts als der Hoffnung im Gepäck, dem Krieg zu entfliehen und in Europa ein besseres Leben zu finden. Und dann treffen sie im reichen Deutschland Menschen, die oft wenig Hoffnung haben.
»Zukunft wird als Problem wahrgenommen«, erläutert der Schweizer Zukunftsexperte Andreas M. Walker. »Die meisten Menschen glauben, dass wir in der bestmöglichen aller Zeiten leben. Also wird viel investiert in die Stabilität der Gegenwart, damit alles so bleibt, wie es ist.« »German Angst« regiert offensichtlich das Land, nicht der Wunsch, etwas zu verändern und die Zukunft zu gestalten. Dieser hier etwas gekürzte Text stammt von der Webseite https://www.publik-forum.de/Politik-Gesellschaft/ohne-hoffnung-keine-zukunft-2?idw=20169908#
Wir greifen im Blog eine Medien-Lücke auf: eine inspirierend-ermutigende Initiative, die Helmut Gruber gestern in der Initiative Zivilgesellschaft vorstellte. Helmut Gruber leitet ein Projekt, das Menschen im gesellschaftlichen Engagement fördert. Er hat Erfahrung in NGOs und in der Sozialarbeit. Mit patron4change werden Changemakern Umsetzungs-Chancen geboten. Helmut kennt junge Leute mit interessanten Ideen, aber ihnen fehlen Ansprechpersonen und Ressourcen für die Realisierung. Es geht um Impact-Investment und nicht darum, karitativ zu helfen. Näheres ist zu finden unter Patron4change.
Auf der Webseite www.whatchado.com stellen sich Jungunternehmer und Changemakers mit ihren Projekten in Videos persönlich kurz vor und wie sie Projekte realisierten. Der Hintergrund: Für unzählige junge Leute ist es schwierig, in der Arbeitswelt Fuß zu fassen oder selbst wirtschaftlich initiativ zu werden. In einigen Ländern der EU sind dies erschreckend viele jugendliche Arbeitslose – so in Italien, Spanien, Frankreich. Aber auch in Österreich ist das Problem virulent, obgleich wenig beachtet.
Wir wollen Sie als Mitglied der Vereinigung für Medienkultur an den Termin unserer nächsten Generalversammlung erinnern. Diese findet am kommenden Montag statt :
20. 2. um 18 Uhr im Presseclub Concordia, Bankgasse 8, 1010 Wien.
Ab 19 Uhr ist ein Gespräch mit dem Publizistikwissenschafter Fritz Hausjellgeplant. Dazu sind auch Nicht-Mitglieder eingeladen.
Thema des Gespächs mit Diskussion ist Zustand und Entwicklung von Österreichs Medienlandschaft .
Wir freuen uns auf Ihr Kommen.
Präsidium und Vorstand der Vereinigung für Medienkultur
Österreich wird von unseren deutschen Nachbarn als Tourismus- und Kulturland geschätzt. Viel weniger bekannt ist, das bestätigten mir deutsche Fachleute, die in Österreich leben, dass unsere Maschinenbauer einen hervorragenden Ruf haben. Und es dürfte bei unserem Nachbarn und anderswo sehr wenig bekannt sein, dass weltweit jeder zweite BMW mit einem Motor fährt, der in der oberösterreichischen Stadt Steyr erzeugt wird.
Die Kleine Zeitung hat am 16. Februar die Schlagzeile „BMW Österreich steuert weiter auf Rekordkurs“, und sie bezieht sich auf den neuen 5er BMW, der auch bei Magna in Graz gebaut wird. Warum ich darauf verweise: Der Hinweis trägt zum Verständnis zwischen Ländern bei, und die Information hat Seltenheitswert, dass Österreich Industrieland ist.
Im Feuilleton findet sich Zeitloses – so Gedichte. Der Weinviertler Rudi Weiss formuliert im Zug als Pendler Gedichte. Mit seinen Worten erweisen wir jenen Menschen Hochachtung, die jeden Arbeitstag frühmorgens bis zu einer Stunde und mehr verbringen – alleine – um aus der Steiermark, dem Burgenland und aus Niederösterreich nach Wien zu kommen und so ihren Lebensunterhalt verdienen. Und dann ebenso lange wieder zurückfahren. Ähnliches gilt für Linz und Graz. Die Verhandler über flexible Arbeitstage bis zu 12 Stunden sollten die Situation der Pendler nicht übersehen (H.Högl).