Stiefkind Medienpolitik

Covid-19-Krise und Stillstand österreichischer Medienpolitik

Hans Högl-Bericht

Der „Demokratiebefund 2020“ der „Initiative Mehrheitswahlrecht und Demokratiereform“ wurde von dessen Sprecher, dem em. Univ.Prof. Dr. Heinrich Neisser, am 30.9. im Presseclub Concordia vorgelegt. Hier davon das Medienkapitel von Peter Plaikner, dem Direktor von IMPact – dem Institut für Medien und Politikanalyse. Er nennt mehrere „Kollateralschäden im Corona-Schatten“:

„Von der Schließung des Salzburger Gründungsstandortes des Kuratoriums für Journalistenausbildung bis zum Ende der Rechercheplattform Addendum reichten die Kollateralschäden für die kränkelnde Branche.“ Dies sei insofern bedenklich, als künftig nur in Wien Journalist*innen ausgebildet werden. Ein Nachteil, denn Medien werden die wichtige Vorort-Recherche als nicht nötig finden.

Das neue ORF-Gesetz verharrt im Ankündigungsstatus. Der Public Value, oft zitiert, mündet noch nicht in eine zeitgemäße Medienförderung. Ihr ergeht es wie der politischen Bildung und Medienkunde: Jeder betont ihren wachsenden Stellenwert, keiner gibt ihr den notwendigen Raum.

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