ORF-Report zur EU-Wahl: Lob für Susanne Schnabl

Hans Högl

Gestern (30.4.2019) gestaltete die ORF-Journalistin Susanne Schnabl die TV-Sendung „Report“ zur EU-Wahl. Sie brachte diverse politische Kandidaten an einen Tisch in einem Hochhaus und sie nahm in der Mitte Platz. Auffällig war: Der Moderatorin ging es nicht primär um Konfrontation um jeden Preis und nicht um Selbstinszenierung, sondern sie schuf eine Atmosphäre des Gesprächs – auch unter sehr diversen Politikern.

Die Reporterin setzte ferner quasi ein Stichprobe – an die zehn Wähler und Wählerinnen aus verschiedenen Regionen Österreich- zusammen, lud sie an einen Tisch und moderierte deren Gespräch über die EU-Wahl, ohne sich selbst in den Vordergrund zu spielen. Diese Leute waren in der Mehrzahl keine Gebildeten, und der Zuseher merkte, wie oft die Teilnehmer in ihren Ansichten unsicher waren, und es kam auch die abstruse Meinung von einer Person zum Ausdruck, dass die EU eine Diktatur wäre. Dies stellte Susanne Schnabl zwar richtig, aber sie begegnete den Menschen wie auch den diversen Politkern mit Achtung, und der Beobachter spürte die Empathie, wie die Journalistin den Menschen begegnet.

ORF-Journalistin Susanne Schnabel, ORF-Sendung „Report“, Journalismus mit Empathie, Gesprächs-Atmosphäre, Stichprobe von Wählerinnen und Wählern, Achtungsvoller Umgang auch mit Politikern

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