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Autobahnen: In Österreich gibt es „Raststätten“, in Bayern „Autohöfe“

Aus Eigenerfahrung und nicht aus Selbstlob hebe ich bei Autobahnen ASFINAG-Raststätten in Österreich hervor-im Vergleich zu deutschen „Autohöfen“. Gleiches bestätigt eine Autobahn-Vielfahrerin für Deutschland. Jede größere Negativerfahrung wäre ein Medienskandal. Hier bringe ich im Sinne der der Medienkultur eine feinere, differenzierte Beobachtung.

Hans Högl

Ich fuhr auf der Autobahn von Bregenz nach Lindau, München, Deggendorf, Passau, Linz, Wien. In Bayern gab es mehr Begrenzungen als erwartet, bei München Stau, sonst aber ein flottes Vorwärtskommen. An deutschen Autobahnen begegnet man AUTO-HÖFEN und Abfahrten irgendwo und nirgends hin, aber RAST-Stätten finden sich nicht, sondern eben Auto-Höfe, also für Autos ist gesorgt, der Mensch wird vergessen. Mit Glück findet man ein WC und ein Plätzchen, um sich niederzusetzen.

Ganz anders in Österreich -auch in Frankreich steht der Mensch im Mittelpunkt. Französischen Autobahnfahrern wird im Burgund freundlich empfohlen, sich zu entspannen, eine Rast einzulegen. Ähnliches scheint auf deutschen Autobahnen nicht zu existieren.

Bald nach Passau erreiche ich die ASFINAG-RAST-Stätte Murau-West. Was hier geboten wird, ist in anderen ASFINAG-Raststätten ähnlich. Es gibt ordentliche WCs, einen Wickeltisch für Mütter. (NB. In Schweden finden sich auch bei den Männern ein Wickeltisch!). Man kann in Österreich einen guten Automaten-Café trinken, ein Angebot mit 24 (!) Varianten. Auch andere Getränke sind verfügbar. Sonstige Dienste: Ein SOS- Telefon, schöne Sitzbänke, um zu rasten, Mitgebrachtes zu essen und zu trinken, ein Österreich-Plan mit diversen Autobahnen durchs Land, Gratis WLAN, eine Willkommenstafel in verschiedensten Sprachen. Der Gegensatz: An manchen deutschen Haltestellen ist nicht einmal ein WC vorhanden und miserable Bänke.

Hier sollen nicht generell zwei Länder verglichen werden. So fand ich ein paar Tage vorher in Weil am Rhein, auf der deutschen Seite bei Basel, ein deutsches Hotel, das überaus gastfreundlich und einladend war. Dies gilt aber nicht für die deutschen AUTO-HÖFE. Den Bundesbürgern scheinen die Autos wichtiger als die Menschen zu sein. Und als hätten Menschen kein Bedürfnis nach Entspannung und Rast. NB. Eine kritische Notiz zur ASFINAG: Es drängt sich stark der Eindruck auf, dass sie zu viele und hohe Lärmschutzwände aufstellt.