Schweiz: Sind Kinder in der Schule, ist Corona-Gefahr für Großeltern geringer

Hans Högl

Die Schweiz hat bis Freitag bereits mehr als 850 Coronavirus-Infektionen. Der Kanton Tessin hat bis am 29. März den Notstand ausgerufen. Bisher wurden in der Schweiz 858 Personen positiv getestet, sieben Personen sind gestorben (Stand Donnerstag). Die Schweizer Grenze nach Italien bleibt für Grenzgänger und den Warenverkehr vorerst offen.

Im Tessin, an Italien angrenzend, geht trotz Notstand der Unterricht in den obligatorischen Schulen weiter. Solange die Kinder in der Schule sind, sei die Gefahr für die Grosseltern daheim geringer, so die Begründung
NB. Österreich hatte bis Donnerstag 361 Erkrankte und 1 Toten -aus multiplen Gründen. Italien beklagt bisher mehr als 1.000 Todesopfer.

Sym-Phonie im Krankenzimmer

Hans Högl. Kurzreportage

Schon vor einigen Monaten empfahl mir ein Facharzt eine Untersuchung im Spital. Naturgemäß sind rund um die Uhr Pflegekräfte im Krankenzimmer präsent. Einmal diese, dann jene. Wirklich eine Vielfalt aus diversen Ländern. Dies ist nicht unbekannt. Doch wer es direkt erlebt, für den ist es Erlebnis, reelle Erfahrung. Der Dienst wurde zügig und mit professioneller, doch persönlicher Empathie erfüllt. In kurzen Gesprächen erfuhr ich von der Herkunft des Personals. Und ich staunte über das abgestimmte Zusammenwirken.

Da war die eine Krankenschwester mit dunkelbraunem Teint. Seit 24 Jahren lebt sie in Wien, ist in Kuba aufgewachsen und seit Langem mit einem Österreicher („Austriaco“) verheiratet. Ihren ersten Mann in ihrer Heimat erwähnt sie beiläufig, und en passant sagte sie in Spaß zu mir: „Mucho trabajo, poco dineiro“ (Viel Arbeit, wenig Geld).

Die rumänische Pflegeassistentin trägt ihr Haar modisch kurz geschnitten, sie spricht mit der gebürtigen Kubanerin Spanisch und sagt mir: „Als Rumänin verstehe ich Spanisch und Italienisch.“ . Eine Kollegin ist eine Moldawierin, eine andere, eher zarte Assistenzschwester kommt aus Westfalen: „Was hat denn Sie nach Wien verschlagen?“, frage ich – mich für die Neugier ein wenig entschuldigend: „Es war die Liebe“, sagt sie.

Eine Schwester tippt fachkundig medizinischen Daten (Blutdruck, Körpertemperatur…) in den PC: Sie kommt von den Philippinen, ist seit 12 Jahren im Haus, spricht fehlerlos und ohne Akzent Deutsch. Sie meint: „Am Anfang war es schwer mit dem Deutsch“. NB.Franzosen würden sie um Ihre gute Aussprache beneiden. Ich frage spontan und ohne viel zu überlegen, ob Sie die Oberschwester wäre. „Glauben Sie denn, dass eine Oberschwester Nachtdienst macht? Die Oberschwester ist Österreicherin und ist um Drei (15 Uhr) nach Hause gegangen.“

Der einzige männliche Pfleger ist groß von Wuchs, hat einen mächtigen Kopf, breite Schultern, ist ein ziemliches Kaliber, er könnte ein ukrainischer Stemmer sein. Er kommt aus der Slowakei, wo eine ungarische Minderheit lebt. Zu meiner Bemerkung über das international so diverse Personal, sagt er: „Ich glaube, das ist überall so. Und die Oberschwester ist
n o c h eine Österreicherin.“

Eine andere Pflegeassistentin kommt in der Tat aus Tibet. Und siehe da – da ist auch eine junge Burgenländerin mit getöntem Haar. Und noch eine andere Österreicherin, früher in einem Serviceberuf tätig, trat sie drei Jahre vor ihrer Pensionierung diesen neuen Dienst an.

Die Helferinnen sind eine bunt wechselnde Gemeinschaft, eine Con-cor-dia, sie tragen gemeinsam zur Gesundung von Menschen bei, sie sind ein Symbol von völker- oder staatenverbindenden Gemeinschaften für das gute Leben aller.

Stirbt der ländliche Raum? Eine spannende Diskussion

Die Vereinigung für Medienkultur hat zur Podiumsdiskussion „Ländlicher Raum – Stiefkind für Politik und Medien“ geladen. Es war ein gut besuchter spannender Diskussionsabend mit höchst kompetenten Gästen.

Udo Bachmair

Den Abend im renommierten Presseclub Concordia hat der Zukunftsforscher und Experte für Globale Dörfer, Franz Nahrada, mit der Präsentation seines Projekts „DorfUni“ eröffnet. Das Motto des Projekts lautet „Bildung für Alle Allerorts“. Gemeinden sollen gemeinsam mit Universitäten praxisrelevantes Wissen teilen. Als Ziel definiert Nahrada, den ländlichen Raum durch Wissensaustausch und andere gemeinsame Aktivitäten zu stärken und weiterzuentwickeln.

Der bekannte Verkehrsplaner Hermann Knoflacher warnte davor, das Land weiter in die Städte „ausrinnen“ zu lassen. So müsse dem ungebremsten Ausbau von (Umfahrungs-)Straßen Einhalt geboten werden. In der Praxis stehe die Bauordnung immer wieder im Widerspruch zur Raumplanung, ein Umstand, der manche Bürgermeister zu problematischen Umwidmungen verleite.

Christa Kranzl, Kommunalpolitikerin und Unternehmerin, plädierte für einen Ausbau des Öffentlichen Verkehrs, im Besonderen eine Reanimierung von Bahnverbindungen. So sollte etwa die Donauuferbahn dringend wieder in Betrieb genommen werden. Nachhaltige Mobilität sieht die frühere Verkehrsstaatssekretärin auch am Land nur durch den Öffi-Ausbau gegeben.

Der Unternehmensberater und Projektentwickler Karl Heinz Wingelmaier präsentierte beunruhigende Zahlen. Demnach würden 4 von 10 Dörfern schrumpfen. Frühere Infrastruktur gehe weitgehend verloren. Kinderbetreuungsplätze, Gasthäuser, kleine Geschäfte würden immer rarer. Der Bodenverbrauch durch (Woechenend-)Einfamilienhäuser habe enorm zugenommen. Die Folgen seien hemmungslose Versiegelung des Bodens und Zersiedelung des ländlichen Raums.

Ulrike Rauch-Keschmann vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit erklärte, es müsse alles getan werden, um Arbeitsplätze durch Tourismusprojekte und.andere Maßnahmen zu schaffen. Zudem gelte es, ein lebendiges Vereinsleben wiederherzustellen. Grundsätzlich gehe es um „Entschleunigung statt Beschleunigung“.

Vereinzelt wurde in der Diskussion der Vorwurf erhoben, dass die Medien nicht genügend Bewusstsein und Sensibilität für den ländlichen Raum vermittelt hätten. Michael Jungwirth von der Kleinen Zeitung hingegen meinte, Schuld an der Entwicklung seien nicht nur die Medien, sondern auch die Globalisierung und das Verhalten der KonsumentInnen. Diese würden zwar immer wieder das Greißlersterben im ländlichen Raum beklagen, gleichzeitig aber zunehmend in Supermärkten am Rande der Städte einkaufen, gab Jungwirth zu bedenken.

Besonders kompetent moderiert hat den Diskussionsabend der Vizepräsident der Vereinigung für Medienkultur, Hans Högl.

Europa ist mehr ! Es steht auch für Humanität

Die deutsche Bundesregierung hat beschlossen, eine begrenzte Zahl an Kindern und Frauen aufzunehmen, die unter unfassbar unmenschlichen Umständen in griechischen Lagern teils um ihr Überleben kämpfen.
Die österreichische Regierung verschließt sich dieser humanitären Forderung.

Udo Bachmair

Für viele ist die Weigerung der Bundesregierung, zumindest eine kleine Zahl an besonders betroffenen Frauen und Minderjährigen aufzunehmen, eine Schande. Der “kalte Kanzler“ (der Standard) tue mit seiner harten (christlich-sozialen?) Position auch Österreich insgesamt nichts Gutes, so der Kern der Kritik.

Sorge um den Verlust an Menschlichkeit sowie um das Image Österreichs, das sich früher immer wieder durch internationale Dialogfähigkeit, Humanität und Solidarität ausgezeichnet hat, machen sich zunehmend auch Vertreter der römisch-katholischen und der evangelischen Kirche. Es sei nötiger denn je, dass sich die Bundesregierung kompromisslos zu den Werten der Menschenrechte und Menschenwürde bekenne.

Vertreter unterschiedlicher Konfessionen, darunter auch der islamischen Glaubensgemeinschaft, haben nun einen offenen Brief an Bundeskanzler Sebastian Kurz veröffentlicht. Dieses Schreiben wird wohl kaum in einem Medium Platz finden. Daher sei es Ihnen ungekürzt zur Kenntnis gebracht :

Offener Brief an Herrn Bundeskanzler Sebastian Kurz

Europa ist mehr!

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Sebastian Kurz,

mit diesem Schreiben beziehen wir Position, um mit vereinter Stimme für Solidarität und die Wahrung der Menschenrechte bei uns und in Europa einzutreten. Hierbei geht es nicht nur um die erneut drängende Frage nach tragfähigen Lösungen im Umgang mit Menschen an den Außengrenzen der EU. Die aktuelle Situation veranschaulicht einmal mehr, wie wichtig es ist, nationale und transnationale Herausforderungen im Themenkomplex Asyl, Migration und Integration aktiv zu bearbeiten, konstruktive Lösungen zu finden und solidarisch umzusetzen. Hierzu können wir alle einen Beitrag leisten, denn das Friedens- und Einheitsprojekt Europa ist mehr, als es die Schlagzeilen vieler Medien und die Aussagen einiger Politiker der letzten Zeit erwarten lassen.

Wir begreifen uns als Teil der Gesellschaft, der sich bewusst ist, dass wir unserer humanitären Verantwortung im In- und Ausland mit einem fairen Beitrag gerecht werden müssen, unabhängig von dem, was gerade opportun erscheint. Denn auch nicht zu handeln, oder sich vor Elend und Leid einfach zu verschließen, hat einen Preis – auch wenn dieser vielleicht nicht sofort für jede und jeden spürbar ist – zahlen wir wohl langfristig mit einem Beitrag zu einer schleichenden Entsolidarisierung.

So sollten wir allein schon um unserer selbst Willen hinsehen, hinterfragen und helfen, denn die Wahrung der eigenen Rechte hat historisch gesehen schon oftmals mit dem Eintreten für die Rechte anderer begonnen. Wir appellieren somit an Sie, sich für eine Politik einzusetzen, die Mut macht, differenzierte Lösungen findet und zulässt, sowie grundsätzlich von einem Interessensausgleich und der Unteilbarkeit der Menschenrechte geleitet ist.

Europa ist mehr!

( Gezeichnet von Dr. Josef Marketz, Bischof Diözese Gurk-Klagenfurt
Mag. Manfred Sauer, evang. Superintendent Kärnten-Osttirol
Adnan Gobeljic, BA, Vorsitzender Islamische Religionsgemeinde Kärnten
Mag. Ernst Sandriesser, Direktor Caritas Kärnten
Dr. Hubert Stotter, Rektor Diakonie de La Tour )

Corona: Schweiz- mit italienischen Grenzgängern

Hans Högl- Information aus der Schweiz
In Österreich erfahren wir kaum etwas darüber, wie die Schweiz mit dem Corona-Virus umgeht.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat bis Sonntag 281 Ansteckungen und zwei Todesfälle bestätigt. Nachdem am Donnerstag eine 74-Jährige im Kanton Waadt verstarb, wurde am Sonntag der Tod eines 76-Jährigen aus dem Kanton Basel-Landschaft gemeldet. Trotz steigender Zahl der Coronavirus-Fälle bleibt eine Mehrheit der Bevölkerung gelassen, so eine Umfrage. Zweidrittel fühlten sich demnach vom Virus nicht oder nur gering bedroht.

Das ist der Hintergrund: 68 000 Grenzgänger, die im Tessin arbeiten, sind von den verhängten Reiseverboten der italienischen Regierung ausgenommen. Auch der Güterverkehr darf frei zirkulieren. Damit will man schwere wirtschaftliche Schäden in der Region vermeiden. Allerdings ist unklar, ob die Grenzen auch weiterhin offen bleiben. Die Verunsicherung in der Region wächst

Ländlicher Raum : Stiefkind von Politik und Medien

Die Vereinigung für Medienkultur lädt ein zu einem Diskussionsabend über den ländlichen Raum, dessen Bedeutung und Entwicklung Politik und Medien mehr am Herzen liegen sollten.

Zum Thema ein mit profunden Experten und Expertinnen besetztes Podium.

Termin: Montag, 9. März 2020, 19 Uhr

Ort: Presseclub Concordia, Bankgasse 8, 1010 Wien

Am Podium:

Mag. Michael Jungwirth
Innenpolitik-Redakteur der „Kleinen Zeitung“

Univ. Prof. Dr. Hermann Knoflacher
44 Jahre Verkehrsplaner in Stadt und Land, Globaler Fußgehervertreter der UNO,
Kolumnist in der Zeitschrift „Die ganze Woche“

Dr. Christa Kranzl
Staatssekretärin a.D. im Bundesministerium für Verkehr und Innovation, Kommunalpolitikerin, Unternehmerin

Mag. Franz Nahrada
Zukunftsforscher: „GIVE“- Labor für Globale Dörfer, er verbindet Info-Technologie und Ökologie für Lebenschancen kleinräumiger Siedlungen

Mag. Ulrike Rauch-Keschmann
leitet im Bundesministerium für Nachhaltigkeit die Sektion Tourismus/Regionales und ist für den Masterplan „Ländlicher Raum“ zuständig

Karl-Heinz Wingelmaier
Projektentwickler für nachhaltige CO2- freie Gebäude, Founder und Berater mehrerer Unternehmen. Bauträger Cäsar 2009

Moderation:

Hans Högl, Prof. Dr. MMag.
Autor: „Bin kein Tourist, ich wohne hier. Dörfer im Stress“
Vizepräsident der „Vereinigung für Medienkultur

Anmeldung erbeten: stifter@medienkultur.at

Völkerrecht -Radio Ö 1-Medientipp

Michael Palfinger (Gastbeitrag)

empfiehlt folgende Sendungen zum Nachhören:
ORF Ö1, „Radiokolleg“, 24. bis 27. Feb. 2020; 4 Teile

Das Völkerrecht, eine anspruchsvolle Form internationaler Rechtsbestände, war die Thematik der ORF-Ö1-Reihe „Radiokolleg“, der vergangenen Woche. Die Beiträge widmeten sich der historischen Entwicklung und aktuellen Problemstellungen. Die Reihe umfasste vier Teile, die je zweimal ausgestrahlt wurden:

Montag bis Donnerstag, a) Beginn jeweils um 09.05 Uhr; b) Beginn jeweils um 22.08 Uhr (Wiederholung). Die einzelnen Folgen sind noch bis kommenden Montag / Dienstag / Mittwoch / Donnerstag in der vor uns liegenden Woche zum Abruf on demand bereit.

L  i  n  k  s

A l l g e m e i n: BPB; „Völkerrecht“
https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/recht-a-z/23189/voelkerrecht

O f f i z i e l l: UN (Wien); „Völkerrecht“
http://www.unis.unvienna.org/unis/de/topics/international-law.html

Republik Österreich, BMEIA; „Völkerrecht“
https://www.bmeia.gv.at/europa-aussenpolitik/voelkerrecht/

Völkerrecht, Radiokolleg Ö 1, Links zum Völkerrecht, Lexika zum Völkerrecht

Corona-Virus in Italien von Manager eingeschleppt?

Hans Högl – übernommen von NZZ-Online

Am Anfang der Infektionskette in der südlichen Lombardei steht vermutlich ein Rückkehrer aus China, ein Manager des multinationalen Konzerns Unilever, der die meiste Zeit in China lebt und arbeitet und von Schanghai zum Heimatbesuch nach Italien kam. Von diesem «Patient 0» sprang das Virus auf «Patient 1» über, einen 38-jährigen Mann. Es ist die erste dokumentierte Ansteckung innerhalb Italiens, sie erfolgte bei einem Nachtessen Anfang Februar. Krankheitssymptome traten bei «Patient 1» aber erst nach drei Wochen auf. Sein Zustand wird als «ernst» beschrieben.

Der 38-jährige Träger des Virus führte ein aktives Leben. Er hat in den letzten drei Wochen viele Leute getroffen, bei der Arbeit bei Unilever im Ort Casalpusterlengo, in Bars, im Fitnesszentrum. Er nahm auch an zwei Wettläufen teil. 250 Personen, die mit ihm zusammen waren oder sich in seiner Nähe aufhielten, wurden ausfindig gemacht.

In der Schweiz hat man gewisse Sorgen, vor allem im Tessin, wohin an Werktagen 50.000 Berufstätige aus Norditalien in die Schweiz kommen.

Medien in Österreich

Hans Högl: Lesetipp

Wer sich verlässlich und kurz über Österreichs Medienlandschaft informieren will, greife nach dem kleinformatigen Büchlein „Medien und Politik“ von Patricia Käfer. Es hat 98 Seiten Text, erschien im Verlag Holzhausen. Die Herausgeber sind Clemens Hüffel, Fritz Plasser und Dietmar Ecker. Wenngleich 2008 erschienen, ist es sehr brauchbar und weithin aktuell. Es wird von Studierenden in der Wiener Publizistik verwendet, wie ich kürzlich beobachtete.

Ein paar Kapitel daraus: Wie Journalisten arbeiten, die Nachrichtenselektion, Kommentar oder Bericht, die Spannung von Politik und Journalismus, die Medienkonzerne Österreichs.
Dieses Büchlein klärt eine Reihe von verbreiteten Missverständnissen über Medien und journalistische Stilformen („Formate“).

Dänemarks Landwirtschaft mit wenig Pestiziden

Im Sinne konstruktiver Medienkultur verweise ich auf verminderten Pestiziden-Einsatz in Dänemarks Landwirtschaft.

Hans Högl

Die Schweizer Landwirtschaft nimmt ihren verfassungsmäßig verankerten Auftrag einer nachhaltigen Produktion zu wenig ernst. So fordern Initiativen eine ökologischere Landwirtschaft: Gutes Trinkwasser, sind gegen synthetische Pestizide und die Massentierhaltung.

Dänemark hingegen setzt seit 2013 bei Pflanzenschutzmitteln auf die Lenkungsabgabe. Damit werden Kosten von Pestiziden verteuert und deutlich weniger eingesetzt. Es wird dann gespritzt, wenn es unumgänglich ist. Damit konnte der Pestizideinsatz gegenüber dem Jahr 2011 um mehr als 40% verringert werden. Dies ist ein Exempel dafür, dass es in Einzelstaaten leichter ist, Maßnahmen zu erproben, als diese umgehend in der gesamten EU gleich durchzusetzen. (Quelle: „Neue Zürcher“, die wir namentlich auf dem Folder der Medienkultur anführen).