Mehrstimmigkeit – Vokal-Polyphonie als Innovation in Notre Dame

HANS HÖGL

Über die Notre Dame von Paris wurde schon sehr viel publiziert. Der Leiter der Forschung des „Institute for Cultural Excellence“, Klaus Neundlinger, erwähnte im Gastkommentar in der „Wiener Zeitung“ am 20. April mit dem Titel „Der Hut der Kirche brennt“ eine ziemlich unbekannte, aber folgenreiche Innovation von Notre Dame.

Hier wurden die Grundlagen für die Vokal-Polyphonie gelegt – jene Form der Mehrstimmigkeit, welche die europäische Musik von allen anderen Musiktraditionen dieser Welt unterscheidet und die später auf die Instrumentalmusik übertragen wurde.

Im 12.Jahrhundert erklangen dort zum ersten Mal die geistlichen Werke von Perotinus und Leoninus, jenen Mönchen, die als Meister der Epoche von Notre Dame (1160 bis 1250) in die Musikgeschichte eingingen. Auch heute noch sind viele Menschen fasziniert von den drei-bis vierstimmigen Klanggebäuden aus ferner Zeit.

Solch` seltene Hintergrund-Informationen sind Teil der Medienbeobachtung der „Vereinigung für Medienkultur“.

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