Kontakt, Anregung, Kritik; Ihr Wort an uns

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Einzelne  ORF-Leute vermischen Europa und EU

Sehr geehrter Herr Lehner!  Ihre Antwort an Herrn Fritz Weber kann ich nur als THEMENVERFEHLUNG bezeichnen. Weil auf seine konkrete Kritik, dass man beim ORF zwischen Europa und EU nicht unterscheidet, sind Sie in keiner Weise eingegangen.
Mit dieser fehlenden Objektivität ist der ORF natürlich nicht alleine. Böse Zungen behaupten ja, dass dahinter System steckt, nachdem dieses für kritische Leser überaus auffällige Vertauschen von Europa und EU generell in der heimischen Medienlandschaft seit vielen Jahren Usus ist.
Tut mir leid, aber ich kann Ihre Worte „weil Schlagzeilen eben zugespitzt werden müssen“ nur als fadenscheinige Ausrede bezeichnen, weil das kann wirklich kein Grund sein, um unsachlich zu werden, und das  – wie schon gesagt –  bei dieser konkreten Thematik seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue.
Die Hoffnung stirbt zuletzt, dass man beim ORF die Kritik nicht einfach beiseite schiebt, sondern sich zukünftig doch auf mehr Objektivität besinnt!
Mit freundlichen Grüßen
Dipl.-Ing. Stephan Zanzerl, 1200 Wien
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Gesendet: Sonntag, 09. März 2014 um 11:21 Uhr Von: gerald.lehner@orf.at An: fwweber@web.de,  konkret@orf.at, online@orf.at Cc:  witzany@sbg.at,  alfred.haiger@aon.at, hermann.knoflacher@tuwien.ac.atmailfriwe@list.werkstatt.or.atpeter.weish@univie.ac.at
Betreff: AW: Beschwerde über unangemessene Überschrift („europakritische Töne“)
liebes forum! danke, sg. Herr Weber  für ihr feedback. ich für meinen teil kann nur sagen, bei der kollegenschaft sind wohl keine ladies und gentlemen dabei, die der eu-kommission völlig unkritisch gegenüberstehen. ich habe zumindest bisher keine kennengelernt. als journalist und redakteur hatte ich nichts mit der story zu tun, habe nur großes „mitgefühl“ mit dem verfasser oder der verfasserin, weil schlagzeilen eben zugespitzt werden müssen. selbst bin ich auch des totalitarismus unverdächtig und verweise dazu auf mein neues buch, das sich mit dem leben eines recht fundierten eu-kritikers und vehementen gegners von totalitarismen, nationalistischem größenwahn und des kolonialismus aller schattierungen auseinandersetzt. sie finden dazu mehr hier:
www.kohr.at
mein buch wurde in  vor kurzem im orf landesstudio mit dem segen und der tatkräftigen unterstützung unseres managements präsentiert. danke für ihre gedanken, herr weber. sie tun uns aber möglicherweise unrecht, wenn sie uns solche sachen unterstellen (sollten). ich möchte noch hinzufügen, bei aller berechtigten kritik an der eu und der eu-kommission: bis zum „totalitarismus“ ist es dort noch ein sehr weiter weg. man würde diktaturen verharmlosen, würde man die eu und ihre vielen strukturellen schattenseiten in diese töpfe werfen.  mfg GL


Von: fwweber [fwweber@web.de] Gesendet: Samstag, 8. März 2014 23:20 An: Kundendienst – ORF-K; Ö1 Service – HO 1; konkret@orf.at; ORF On Online Betreff: Beschwerde über unangemessene Überschrift („europakritische Töne“)
 Kommentar zur Überschrift: „Aschermittwoch: Seehofer schlägt europakritische Töne an“ (http://orf.at/#/stories/2220877/, 5.03.2014)

 

Die in der Überschrift des Artikels behauptete Aussage, Seehofer habe „europakritische“ Töne angeschlagen, stimmt nicht mit dem nachfolgenden Bericht überein. Dort wird nämlich ausdrücklich nur von einer Kritik an der EU-Kommission berichtet.

Der ORF wird wohl nicht die totalitaristische Ansicht vertreten, dass jeder, der die nicht von der Hand zu weisende Regulierungswut der großkonzernbeflissenen Kommission kritisiert, „Europa kritisiert“, zumal aus Ihrem eigenen, nachfolgenden Bericht unmissverständlich hervorgeht, dass der CSU-Chef Horst Seehofer (Zitat:) „die europäische Idee“ sogar explizit verteidigt, und zwar gegen die seines Erachtens exzessiven Überregulierungen durch die Brüsseler Bürokratie mittels Richtlinien und Verordnungen.

Hier ist Ihrer Redaktion offenbar nicht einfach eine unbeabsichtigte „Verkürzung“ der tatsächlichen Sachlage in der Überschrift „unterlaufen“ (wie kürzlich einer Ihrer Redakteure anlässlich eines ähnlichen Missgriffes reklamiert hat), sondern es handelt sich um ein nunmehr seit zwei Jahrzehnten sattsam bekanntes Muster. Seit damals unterstützt der ORF offenbar die polemische Propagandastrategie, wie sie in analoger Weise meist nur von autoritären Staatsregimen betrieben wird:

Wer die EU-Kommission angreift, greift „Europa“ an. Wer für eine andere als die gegenwärtige Mainstream-Politik der EU-Institutionen eintritt, tritt für eine „europafeindliche“ Politik ein. Wer die zentralistische Bürokratie in Brüssel kritisiert und ablehnt, kritisiert und lehnt „Europa“ ab.

Das aber ist eine demagogische Akzentverschiebung und eine Desavouierung aller, die mit der herrschenden Politik der EU – in welcher Weise auch immer – nicht einverstanden sind, zu denen übrigens auch ich mich zähle. Uns als „Europakritiker“ oder gar als „Europagegner“ zu diskreditieren, ist übelster Populismus und hetzerische Medienjustiz.

Solange sich der ORF nicht endlich einer akribischen Unterscheidung zwischen Europa an sich und der real existierenden politischen Union befleißigt, verstößt er gegen die journalistische Sorgfaltspflicht, die insbesondere auch diesem öffentlich-rechtlichen Unternehmen auferlegt ist.

MfG Fritz Weber, 1090 Wien

28. Februar 2014: An die OPERNBALL-Besucher. Kritischer Leserbrief  von Alois Reisenbichler

Gestern bin ich auch wieder vor der Oper gestanden und ich war sehr  traurig, dass es gegen das Fest der Superreichen, die auf unseren Kosten  leben und die uns einreden wollen, dass wir alle den Gürtel enger  schnallen sowie billiger und rund um die Uhr für wenig Geld arbeiten  müssen, nicht einmal mehr einen kleinen Widerstand gibt. Die Menschen,  die „kleinen Leute“, die ArbeiterInnen, die Armen, die an den Rand Gedrängten, wir alle brauchen in diesem Land wieder eine starke Demo  gegen diesen Wahnsinn der Reichen und Superreichen. Zugegeben auch in meiner Ohnmacht, habe ich heute morgen an die Medien  geschrieben.

Leserbrief zum Opernball: Verkehrte Welt

Wenn Menschen in ihrer Not als allerletzen Ausweg betteln, dann fühlen Bürgerinnen und Bürger gestört. Wenn die Reichen in  einer Nacht das Jahreseinkommen einer Familie beim Opernball (für Loge,  Designer Outfit, Essen und Trinken) verprassen, werden sie von manchen  bewundert. Die Schamlosigkeit der hohen Herren und Damen, mit der sie stolz ihr Vermögen und auch ihre Macht zur Schau stellen,  ist obszön.  Wie schrieb schon Bert Brecht: Reicher Mann und armer Mann standen da Wär ich nicht arm, wärst .

Die Salzburger Nachrichten veröffentlichten diesen Leserbrief am 6. März 2014

 

6 Gedanken zu „Kontakt, Anregung, Kritik; Ihr Wort an uns

  1. Wie kann man sich gegen diesen Gesellschafts-Nhilismus unter dem Deckmantel der Satire im ORF- Hauptabendprogramm, ORF1-Mo 20h15, schützen? Die Verrohung in Bild und Sprache ist erschreckend. Zumindest liefern wir den islamistischen Extremisten den richtigen Vorwand, warum Dekadenz zu bekämpfen ist. Dies alles auf einem staatlichen Kanal mit Kulturauftrag mit staatlichen Gebühren finanziert. Können wir diese Niveaulosigkeit dulden?

    1. Wimpissinger

      19. Januar 2015 um 22:51

      Dein Kommentar wartet auf Freischaltung.

      Wie kann man sich gegen diesen Gesellschafts-Nhilismus unter dem Deckmantel der Satire im ORF- Hauptabendprogramm, ORF1-Mo 20h15, schützen? Die Verrohung in Bild und Sprache ist erschreckend. Zumindest liefern wir den islamistischen Extremisten den richtigen Vorwand, warum Dekadenz zu bekämpfen ist. Dies alles auf einem staatlichen Kanal mit Kulturauftrag mit staatlichen Gebühren finanziert. Können wir diese Niveaulosigkeit dulden

  2. Warum kann ich meine Meinung nach einer Woche noch immer nicht im Debatten „Forum“ schreiben,obwohl ich alles rechtens gemacht habe.
    Betrifft:Flüchtlinge

  3. Ich bin der meinung das hier bewusst,kritische bemerkungen
    negiert werden und ich aus diesem Grund boykottiert werde.
    Vor einer Woche habe ich zum Thema „Flüchtlinge“ versucht,
    Aufnahme im Debatten-Forum zu erhalten.
    Seit einer Woche werde ich ohne irgendeinen Grund negiert.
    Nickname ist übrigens „leandros“

  4. Lieber Herr Franz Rienesl, danke für Ihren Brief. Wir hatten die 20 Jahrfeier der Medienkultur. Und so war viel zu tun. Sie finden in der „Kleinen Zeitung“ , wenn Sie den Text suchen, alles viel ausführlicher und eine ganze Reihe von Stellungnahmen und auch Hinweise dieser Art, dass auch Fußballspieler die ÖBB Waggons verunreinigen. Sie wissen ja, dass der Chefredakteur der Krone-Steiermark wegen völlig erfundenen Vorwürfen seine Tätigkeit eine Zeit lang aussetzt. Mit besten Grüßen Dr. Hans Högl

  5. Ich bin ein alter Kollege von Udo Bachmaier. Ich würde ihn gerne wieder kontaktieren, u.a. auch auf der Suche nach meinem Freund Hans Christian Scheid. Bitte um Mitteilung der Kontaktdaten (Tel.Nr. oder mail)
    vielen Dank

    Christian Hunger
    ORF Hörfunk/Wirtschaftsredaktion
    christian.hunger@orf.at
    Tel.Nr. 50 101 18486

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