Archiv der Kategorie: Medien und Bildung / Religion

Was ist los mit Frankreich?

Hans Högl

Abrundende Rezension des Buches: Emmanuel Macron. Ein Visionär für Europa. Europaverlag 2018. 3. Teil.

Zentral im Buch sind die Person von Macron, seine Europavisionen, sein intensiv-positiver Bezug zu Deutschland. Macron sieht die deutsche Wirtschaftspotenz, aber für ihn ist das Nachbarland insbesondere eine Kulturnation, die Hegel, Kant und Goethe und Bach, einen Komponist ohne Firlefanz, hervorgebracht hat. Dazu kommt, dass Macron auf Fleiß und Aktion setzt, dies ist ein bekannter deutscher Habitus.

Sehr undiplomatisch sind Macrons Worte über seine Nordfranzosen: Er kritisiert bei Arbeitern Alkoholismus und hohen Tabakkonsum. Dies entspringt seiner Haltung, Dinge zum Wohl der Menschen direkt zu sagen. Das wird ihm übel genommen. Ein Grund für seine Entschuldigung bei seiner kürzlichen Rede.

Das Buch vermittelt eine klare, ungeschönte und teilweise überraschende Sicht auf die Innenwelt von Frankreichs politischer Elite und auf deren bisherige Halbherzigkeit versus der EU. Für die Leser wäre darum ein Personenindex sehr wertvoll. So schildert das Kapitel fünf ausführlich die politischen Weggefährten bei der Wahl von Macron. Darunter auch Sozialisten, die eine Art von Sozialpartnerschaft für wichtig erachten. Für Frankreichs Denker in Klassenbegriffen mehr als eine Provokation. Macron sucht zumindest ideell die französisch ausgeprägte Polarität von Links und Rechts in einer neuen Synthese und europäischen Perspektive zu überwinden. Und dies lässt verstehen, warum Österreichs SPÖ-Ex-Bundeskanzler Christian Kern in Macron einen Kooperationspartner für die Europawahl wähnte. Aber das ist Vergangenheit. Macrons Sowohl-als-Auch entspricht dem kaum bekannten Hintergrund eines sozial-christlichen Ansatzes der Philosophie von Emmanuel Mounier und der Zeitschrift „Esprit“. Und das ist eine spezielle Subtilität des Buches.

Die Autorin geht wenig auf wirtschaftliche und soziale Belange ein. Nirgends ist die Rede von der prekären sozialen Lage im ländlichen Raum und in den tristen ehemaligen Industriezonen. Was Marine Le Pen massiv aufgreift. Dies sind ja neben der geplanten Ökosteuer auf Benzin und Diesel und der Forderung, die Vermögenssteuer wieder einzuführen, Hauptgründe für die Proteste.
In der Schrift vermisse ich, wie Macron das Marketing seines Wahlkampfes finanzierte. War dies nicht doch „ein Projekt von oben“? (Eine Andeutung der „Neue Zürcher“). Ferner vermittelt die Autorin Macrons heldenhaftes Selbstbild: Er sieht sich als „Instrument des Weltgeistes“ im Sinne Hegels. Das war Thema seiner Masterarbeit und macht nachdenklich. Und Macron habe, so ein Schriftsteller, mit seiner Rhetorik die Franzosen „hypnotisiert“.

Abrundend: Das Buch trägt trotz einiger Lücken hervorragend bei, Frankreich, einen Schlüsselstaat der EU, besser zu verstehen.

Österreich – auch Industrieland

Kurznotiz (Hans Högl)

Der (deutsche) Urlauber sucht Österreichs Berge oder Wien auf. Weniger geläufig ist das Bild Österreichs, dass es sehr gute Ingenieure und Maschinenbauer hat. Wieviele wissen, dass BMW-Motore in Österreich gebaut werden? Darum bringen wir folgende Notiz- auch für uns Österreicher selbst.

Erster BMW 24 bei Magna Steyr in Graz vom Band gelaufen.

Dies ist neben dem BMW 5 der zweite in Österreich produzierte Bayer. Seit 2003 wurden mehr als 1,2 Mio BMW und Mini-Modelle in Österreich produziert. Neben dem BMW Werk in Dingolfing. Wr. Zeitung

Bulgarien – Land im medialen Windschatten

Hans Högl. Sachlicher Reisebericht und Reflexionen

Nur wenige Länder in Europa bleiben medial so unbeachtet wie Bulgarien. Dies trifft auf Deutschland zu und auch auf Österreich – obgleich es ein Tor zum Osten ist, erfahren wir selten etwas über Rumänien und fast nie wirklich Substantielles mit Recherche über Bulgarien. Meine Reise mag dienen, diese Medienlücke ein wenig zu schließen.

2007 tritt Bulgarien der EU bei. Autobahnen und Schnellstraßen sind von der EU kofinanziert. Sie sind besser, als die Bulgaren selbst meinen. Gehsteige sind potenziell fußbrecherisch, Stromleitungen verwickelt und manchmal bis auf Kopfhöhe herunterhängend – so in der anmutigen Kleinstadt Balchik am Schwarzen Meer. Sofia, die Hauptstadt, putzt sich perfekt westlich heraus.

Sichtbar ist der Wunsch von Bulgaren und Bulgarinnen nach mehr Konsumgütern, so hat der Besitz von deutschen Spitzenautos hohes Prestige. Es sind ihrer gar nicht so wenige. Immerhin – es erstaunt- die Hälfte der Haushalte hat ein Auto, meist gebrauchte, berichtet ein osteuropäischer Report. Es gibt gute Hotels und Restaurants. Orts- und Straßenamen sind in kyrillischer und oft in lateinischer Schrift. Junge Bulgaren sprechen Englisch, manche Deutsch. An der Schwarzmeerküste leben insgesamt und dauerhaft 60.000 -vor allem englische Rentner, auch deutsche. Und Skandinaviern schmeckt preisgünstiger Alkohol. 

Während in Westeuropa das Jahreseinkommen Ende der 1990er Jahre noch 4-mal höher war als in Bulgarien, war es 2010 nur zweieinhalb mal so hoch. Darum sind viele Konsumpreise um die Hälfte billiger. Namhafte westliche Firmen haben Filialen. Also: da wird Cash erwartet.
Bulgarien ist heute ein noch armes Land, aber die Situation bessert sich allmählich, schreibt ein Osteuropa-Report, und der Lebensstandard erscheint höher als erwartet. Die Leute sind westlich gekleidet, doch in Begegnungen sagen sie: „90 Prozent der Bevölkerung sind arm“. 

Wir erfahren im Gespräch, dass die Menschen ihre raffinierten politischen Eliten zu duldsam hinnehmen und sich darum über ihre Landsleute wundern und anerkennend auf den Mut der Rumänen sehen. Angesichts der Flüchtlingsdebatte ist zu bedenken: Bulgarien hat seit 1990 mehr als 1,6 Millionen seiner 8,7 Mio. Einwohner verloren – wegen Abwanderung. Also: Jeder fünfte Bulgare ist ausgewandert. Ein Viertel der bulgarischen Zuwanderer in Deutschland sind Akademiker, aber im Land selbst fehlen Fachkräfte, viele Häuser stehen leer, Junge sind weggezogen und ältere Menschen fristen ihr Dasein mit beschämend kleinen Renten. Zum Glück hilft die mittlere Generation. 

Die Abwanderung lässt die Bulgaren um die Existenz ihres Landes fürchten, schreibt der bulgarische Autor Ivan Krastev im Buch „Europadämmerung“.- Selbst die bleierne Zeit des Kommunismus konnte Traditionen und den orthodoxen Glauben nicht zu Fall bringen. Doch darüber in einer Folge.

Es lohnt, dieses kulturell reiche Land zu besuchen: die Welt der Klöster und Ikonen, bedeutend Museen mit Goldschätzen von und vor den Thrakern. Berühmte Bulgaren sind die Schriftsteller Elias Canetti und Trojanow und der Künstler Christo, der Gebäude wie den Berliner Reichstag 1995 ver- und enthüllte.

Leben im Wald: Filmtipp

Hans Högl

Die Wiener Zeitung gibt zurecht dem Film vier von fünf positiven Sternchen. Der Film basiert auf einer wahren Geschichte. Ein  Kriegsveteran umgeht die Zivilisation, indem er mit seiner halbwüchsigen Tochter in  Wäldern haust und  davon lebt, was die Natur hergibt.  Doch das bleibt nicht unbemerkt und die Polizei verpflichtet die beiden zur Wiedereingliederung. Ein eindrucksvoller Film -ohne das übliche Herumballern. Er zeigt den wertschätzenden Bezug von Vater und Tochter. Die Regisseurin über das Mädchen: dies ist kein Typus des heutigen Amerika. Ein Film auf  Englisch mit deutschen Untertiteln: Leave No Trace (Lasse keine Spur).  USA 2018

Direkte Begegnung mit Politikern

Hans Högl. Medientipp

Die profil-Journalistin Eva Linsinger traf in einem Vortrag am Wiener Institut für Publizistik erstaunlich medienkritische Aussagen: Es würde,  Künstlern und Stars öffentlich alles verziehen, hingegen würden  kleinste Fehler von Politikern extrem aufgebauscht.

Die direkte Begegnung mit einem Politiker in einem Saal, so bei einem Interview ist viel überzeugender als ein Kurzinterview in Medien. In Medien, vor allem in Nachrichten, werden zwar Politiker kurz interviewt, aber sie können selten Ihr Anliegen und Projekt ausreichend darstellen. Im Gegenteil: die Einwände sind sehr rasch und ausführlich zur Hand.

Der neue Bürgermeister von Wien, Dr. Michael Ludwig, wurde im Wiener Metrokino eine Stunde lang interviewt. Die Teilnehmer konnten sich von ihm  direkt ein Bild  machen und  beobachten, dass er nach der eigentlich nicht sehr gut besuchten Veranstaltung (eine Reihe von Plätzen im Saal blieben frei)  noch eine halbe Stunde lang blieb und sich für Gespräche mit Teilnehmern Zeit nahm.

Dieser Auftritt des neuen Wiener Bürgermeister ist im Kabelfernsehen zu sehen: am Montag, den 3. Dezember ab 21 Uhr im „Kultursalon“ von W24. Und auch schon um 9 Uhr Vormittag,  sagten mir die Journalisten von W24.

 

 

ORF III: Wie sich im Detail informieren?

Hans Högl

Viele wünschen sich im Vorhinein über das Programm des Kultursenders ORF III zu informieren. Darum vergleiche ich hiermit drei österreichische Programmhefte. Ich reise gern und stieß am Montag, den 26. November, zufällig auf eine Reisedoku über spanische Inseln, die Balearen und Kanaren.

Ich vergleiche nun dazu drei TV-Programmhefte zum Montag  26. Nov. von 12:15 bis 16:10.

a) tele wird Zeitungen beigelegt und erwähnt zu 12:15 nicht mehr als die Worte: Expeditionen Doku. Das ist alles in diesem dünnen Heftchen.

b) tvmedia  mit dem Übertitel „Österreichs bestes TV-Magazin“ sticht im Layout besonders hervor. Umfang 154 Seiten. tvmedia bezeichnet die drei Inseln schlicht als „Spanische Inseln“ und gibt keine nähere Information.

c)TV Dabei – die Beilage der Wochenzeitung „Die ganze Woche“ -hingegen ist viel präziser: Sie nennt ausdrücklich Lanzarote, Mallorca und Menorca und Teneriffa und El Hierro.

In ORF III sind die zeitgeschichtlichen Sendungen von besonderem Interesse. Aber sie sind so zahlreich, dass man im Vorhinein das spezifische Angebot zu wissen wünscht. Darum stelle ich einen zweiten Vergleich an. Bezüglich Mittwoch,  28. Nov. 20:15 sind tvmedia und TV Dabei fast identisch (TV Dabei ist um eine Kleinigkeit ausführlicher), hingegen ist tele viel kürzer. Aber alle drei sind befriedigend.

Es scheint die Beilage im Magazin „Die ganze Woche“ am detailliertesten zu sein. Das sagen auch einige Bekannte. „Die ganze Woche“ mit Textteil und TV Dabei kostet 1,20 €, hingegen kostet tvmedia 2,40 €.

Scheitern – Lieblingsfokus von Medien am Beispiel Brexit

Hans Högl 

„Die politische Debatte sollte sich nicht darum drehen, was alles scheitern könnte“, sondern die Beteiligten sollten alle ihre Kraft darauf verwenden, dass die Verträge zu einem geordneten Brexit geschlossen werden. Der einzige Unsicherheitsfaktor sei das britische Unterhaus, erklärt der österreichische EU-Abgeordnete Othmar Karas.

Karas bezieht sich indirekt auf diverse Akteure – in der Verwaltung, auf Diskussionen im kleinen Kreis und ohne es beim Namen zu nennen auch auf Medien.

Vor einer Woche schien es um die britische Premierministerin sehr schlecht bestellt zu sein, als zwei Minister und fünf hochrangige Regierungsmitglieder zurücktraten, weil sie den Entwurf zum EU-Austritt Großbritanniens nicht mittragen wollten. Das wurde in Medien enorm hervorgehoben, aber fast völlig ging es in Medienberichten unter, dass das folgende Misstrauensvotum gegen Theresa May nicht die nötige Anzahl an Stimmen erhielt. May wird in einem Porträt der „Wiener Zeitung“ (24. Nov.) als entschlossen, unbeirrbar und doch auch als flexibel dargestellt. Sie ist eine Pfarrerstochter und studierte in Oxford Geografie.

 Vom Anliegen des konstruktiven Journalismus des dänischen Rundfunks spürt man hierzulande wenig. Es bleibt beim Geschäftsmodell der Medien, möglichst viel Angst zu produzieren und negativen Prognosen zu frönen, ohne sich Gedanken um konstruktive Lösungen zu kümmern. Man ist schon dagegen, bevor man sich ausreichend mit Sachverhalten auseinandergesetzt hat. In diesem Sinn wäre es wünschenswert, dass auch der Sinn von Regierungsvorlagen – in welchem Land auch immer, vorher ausführlich erläutert wird,  bevor die nötige Kritik daran geübt wird.

Es ist auch eine Zeitfrage angesichts der Hektik des Tagesjournalismus, sich mit 585 Seiten des Entwurfes über das Abkommen der EU zum Austritt Großbritanniens zu befassen.

Ja, dafür habe ich als Medienbeobachter Verständnis. Aber auf diese Neigung zum Pessimismus und zur Negativität der Medien, obwohl längst bekannt, darauf gilt es immer wieder hinzuweisen. Denn die Gläubigkeit versus Medien läuft parallel zur verbal vorschnell bekundeten Kritik an Medien.

Das Problem „Schlechte Nachrichten“ ist Personen wie Peter Klein, dem Ö1 Chef  bewusst (Ö 1-gehört, Radiomagazin/ Sept. 2018) und er räumt relativierend ein, wie es sein kann, „dass in einem reichen und vergleichsweise friedlichen Land wie Österreich so viele Menschen so vieles furchtbar finden“ und dass dies doch auch mit der Art zu tun hat, „wie wir, die Medien, Politik vermitteln“.

 

 

 

 

 

Annäherungen an die Zukunft der Demokratie

Hans Högl

Die „Vereinigung für Medienkultur“ setzt sich seit Langem für ein Mehr an politischer Teilhabe ein. Es gibt diverse  Vorschläge dazu. Ein bemerkenswertes Konzept ist das „Systemische Kondensieren“ (SK) des Mathematikers und  Software-Entwicklers Erich Visotschnig. Sein Buch (2018) trägt den Titel „Nicht über unsere Köpfe. Wie ein neues Wahlsystem die Demokratie retten kann“. Hier bringt der Autor anschauliche Beispiele dafür, wie in Kleingruppen, Vereinen und Gemeinden und vielleicht auch national so abgestimmt wird, dass auch  Gegenstimmen Rechnung getragen wird und nicht nur  einer (knappen) Mehrheit.  Eine ganz andere Variante, die  von einigen unserer Leser kritisch beurteilt wird, schlägt ein hochverdienter Chef für Regionalmanagement vor. Vgl. im Folgenden. Im Sinne der Medienkultur sollen auch solche Ideen Platz haben.

Werner Slupetzky  (Gastbeitrag)

Die Entwicklung der Demokratie, also die Macht geht vom Volk aus,  ist heute (fast) am Ende angelangt und bedarf einer Weiterentwicklung. Auf die Dauer kann nicht die 51% Mehrheit über die 49% „Wenigerheit“ bestimmen.  Kompromisse und Konsensbildung haben lange funktioniert, aber was nicht mehr da  ist, ist das Vertrauen, das von unten nach oben wesentlich war. Ein Vertrauensverlust, ein „Verrat“ an Vertrauen hat dazu geführt, dass das Wählervolk nicht mehr zur Urne geht.

Was in den nächsten Jahrzehnten stattfinden muss, ist die Abstimmung mit der Inneren Stimme, das Handeln mit dem Herzen, das dem Kopf das Signal für das  Kreuzerl an die Hand gibt. Könnte man nicht dann  von einer „COROKRATIE“ sprechen, die Stimmen der Herzen des Volkes haben die Macht.

Und wenn die Menschen dann weiter in einem stimmigen Herzensgefühl abstimmen und der Gleichklang der Herzen in einem Neuen Geist der Versöhnlichkeit stattfindet, ist es dann die höchste Stufe, weiterentwickelte Demokratie, die „SPIRITOKRATIE“. Statt Kompromisse „Win-win“ Einigung (nicht finanziell gemeint) bis zum Übereinstimmen aller Stimmen, die vom Herzen in einem neuen Geist kommt! Dann gibt es nur Winner und keine Loser mehr!

Dieser Leserbrief wurde in den Salzburger Nachrichten veröffentlicht. Werner  Slupetzky verfasste ferner das Büchlein: Geschenkte Worte. Versteckte Botschaften. Laute und leise Tagebuchtexte über Gott und die Welt, Allentsteig 1996, Edition Stoanreich.

Tipp: Film+Diskussion zu nachhaltiger Lebensweise

Karl Tischler*

 

Der frühere Gemeindearzt von Pölla im Waldviertel, Klaus Renolder, wurde als Mann mit konsequent nachhaltigem Lebensstil bekannt. So absolvierte er in der Regel Hausbesuche mit seinem Rad, ebenso die Fahrten zwischen seiner Wohnung in Horn und der Ordination in Neupölla. Renolder entwickelte ferner das „Dreifachnutzen- Prinzip“ einer energie- und umweltbewußten Lebensweise.  Ein englische Film wurde darüber gedreht und wird  nun gezeigt: 

Dienstag  20. Nov. 19:00Ort:  Hauptbücherei Urban Loritz Platz (U6- Burggasse) . Prominente Gäste diskutieren mit Dr. Klaus Renolder: Prof. Helga Kromp- Kolb, bekannte Klimaforscherin. Dr.  Fritz Hinterberger, Leiter des Nachhaltigkeitsinstitutes.  

  • Der Autor dieses Beitrags Dr. Karl Tischler ist Mitglied der Vereinigung für Medienkultur )

Kritik an TV-Quiz-Sendungen

Hans Högl

In diversen TV-Sendungen geht es um Quiz-Fragen, besonders spannend gemacht durch Geldgewinn. Vermittelt wird hier eine Überbetonung von Wissen.

Bemerkenswert ist die Basisbildung, welche die beiden Gründer von Google Larry Page und Sergey Brin  erfahren haben: nämlich eine Montessori-Schule. Deren Konzept ist nicht primär Wissensaneignung,  sondern Lernen durch Neugier und Fragen. Vor allem Kreativität wird betont. Die Gründer von Google:  „Wir haben dort gelernt, unabhängig zu denken und ungewöhnliche Wege zu gehen“.

Die TV-Formate der Quiz-Sendungen vermitteln breitesten Kreisen ein überholtes Bildungsideal. Dies betrifft auch öffentlich-rechtliche Sender.