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ORF-Publikumsrat. Unbekannte öffentliche Sitzungen

Hans Högl
Der Internetauftritt des Publikumsrates hat sich stark verbessert. An den Plenarsitzungen des Publikumsrats kann das Publikum teilnehmen. Es wäre durchaus möglich, dass der ORF gezielt zwei Dutzend medienaffine Personen dazu einlädt, wie es ja z.B. auch in der Sendung „Im Zentrum“ der Fall ist.  Die Sitzungen finden im ORF-Zentrum, 1136 Wien, Würzburggasse 30, Atrium, statt.

Sitzungstermine 2017

  • Dienstag, 23. Mai 2017, 10.00 Uhr
  • Dienstag, 12. September 2017, 10.00 Uhr
  • Mittwoch, 15. November 2017, 10.00 Uhr (Reservetermin)
  • Mittwoch, 6. Dezember 2017, 10.00 Uhr

Sport – Kommentar. Skispringer Stefan Kraft

Kleine Zeitung  2017-03-27 Interview.

Stefan Kraft ist zur Zeit Österreichs König im Skisprung. Ein sympathischer Salzburger.  Unkommentierter Auszug aus einem Interview:

Was macht Sie so stark? Antwort von Stefan Kraft: „Ich bin seit Längerem verletzungsfrei, konnte jedes Training mitmachen. Ich bin bei Rückenwind noch stabiler, kann mit dem Hintern noch tiefer in die Hocke gehen und komm trotzdem gut hinaus. Ich denke, das war mein Erfolgskonzept.“

Diese Sprechweise erinnert an die endlosen Kommentare zu unseren Skiläufern, wie sie sich in die Kurven begeben, also würde davon die Weltgeschichte abhängen. (Resumé H. Högl).

 

Leserbrief: Römische Verträge

Hans H ö g l

An die Kleine Zeitung (Graz) schrieb ich folgenden, bisher nicht  publizierten Leserbrief. Wir greifen in unserem Blog  auch Aspekte auf, die in großen Medien meist unbeachtet bleiben.

Mehrfach nennt Bertram Steiner in seinem Europa-Beitrag Richard Coudenhove-Kalergi. Das ist selten in Medien. Dieser Altösterreicher warb 50 Jahre für das Werden der EU – angesichts anderer Weltmächte. Sein Ziel: Eine gewisse Einheit – bei Wahrung der Vielfalt der Länder und Sprachen. Diese Vielfalt verglich er anfangs mit Indien. Er bahnte im Hintergrund die Gespräche zwischen De Gaulle und Adenauer an, zwischen Ländern, die über tausend Jahre immer wieder wegen des Zwischenreiches Lothringen-Burgund-Niederlande in Kriege verwickelt waren. De Gaulle gewährte R. Coudenhove-Kalergi als Anerkennung die Pension eines Gesandten. Frankreich würdigt bis Heute seine Verdienste. So hatte Europa nach dem 2. Weltkrieg die längste Periode ohne Krieg. Die Montanunion verhindert ein Wettrüsten. Dass die Vereinigung von so vielen Staaten auch Krisen durchmacht, sollte klar sein. Dass Staaten der EU die Steuern von Konzernen massiv begünstigen, wäre ehest wie anderes zu korrigieren.

Unverständlich ist, warum Richard Coudenhove-Kalergi ohne Nobelpreis blieb, rätselhaft ist sein Verschwinden aus Österreichs Schulbüchern! Ein Zeichen von Ignoranz ist es, dass kaum irgendwo eine Straße oder Platz nach ihm benannt wurden. Für das internationale Ansehen Österreichs wäre es nur vorteilhaft, auf ihn stärker hinzuweisen.

Medientipps: Ängste/ Karajan/ Frankreich: Misere/Baumtherapie

Hans H ö g l :  3-sat im April -Medientipps

Der Angst ins Auge blicken. 3-sat Themenwoche 3.-7. April. Sind wir noch zu retten? Reportage Die 4. April 18:30 / German Angst Do 6. April 20:15/ scobel- Die hysterische Gesellschaft. Do 6. April 21:00 / Abstiegsängste der Mittelschicht Fr 7. April 21:00

Karajan in Salzburg. Doku. 8. April 20:15/ dann: Karajan dirigiert Beethoven

Köstlicher Film von schwedischem  Dorfleben. „Wie im Himmel“. Die 18.April 20:15 (Der ORF brachte den Film dummerweise um Mitternacht!)

Frankreich Misere: Makro neu. Fr 21. April 21:00

Mein Freund, der Baum: Therapie unter Tannen 20:15 / Scobel- Hilf uns Wald: 21:00 – beide Do 27. April

 

 

Boulevard und Terror

Medien, die Terroristen in die Hände spielen

Udo Bachmair

Nach dem jüngsten Terroranschlag in London sind sie wieder allgegenwärtig: Die Bilder des Terrors. Sie fallen umso drastischer dann aus, wenn sie vom geschäftstüchtigen Boulevard verbreitet werden. Ohne Verantwortungsgefühl, ohne jegliche journalistische Ethik und Pietät. Seriösen Journalisten bleibt es vorbehalten, besonders auch auf die angstmachende Wirkung von Bildern und sensationsgeiler Berichterstattung aufmerksam zu machen. Zur diesbezüglichen Rolle der Medien KURIER-Redakteur Andreas Schwarz :

„Sie müssen berichten, immer häufiger, und besorgen unfreiwillig mit jedem Bild vom Ort des Geschehens das Geschäft der Terroristen – die Verbreitung von Angst. Billig-Blätter wie „Österreich“ veröffentlichen auch noch Fotos von Leichen der Opfer – das Geschäft mit dem Gruseln ist auch eines, nicht wahr? Die Ideologen hinter den radikalisierten Idioten und Mördern sagen: „Danke“.

Keine Berichterstattung geht nicht, leider. Eine verantwortungsvolle und zurückhaltende wäre aber auch eine Waffe gegen den Terror“

( Zitat aus KURIER 24.3.2017 )

Populisten als Extremisten

Neues Buch mit Rezepten gegen rechten Extremismus

Udo Bachmair

Wie ist der Vormarsch von Nationalisten und Extremisten in der EU zu stoppen ? Wie kann man ihnen Paroli bieten ? Antworten darauf versucht Heribert Prantl, renommierter Journalist der Süddeutschen Zeitung, in seinem jüngsten Buch mit dem Titel „Gebrauchsanleitung für Populisten“. Prantl diagnostiziert eine „diffuse Existenzangst“ vieler Menschen, die für Populisten einen fruchtbaren Boden aufbereitet. In einem heute im KURIER erscheinene Gespräch distanziert sich Prantl aber von dem verharmlosenden Begriff „Populisten“. Diese seien „in Wahrheit Extremisten“:

Das Wort „Populismus“ ist eine unzulässig verallgemeinernde Bezeichnung für eine gefährliche Sache – für eine extreme Politik, die auf Grund- und Menschenrechte, die auf die Achtung von Minderheiten pfeift. Le Pen und Co. sind Extremisten und Nationalisten. Sie schüren Hass, sie tun so, als seien nur ihre Anhänger das wahre Volk. Das ist höchst gefährlich.

Die „Populisten“ behaupten, die Ängste der Menschen ernst zu nehmen, spalten jedoch die Gesellschaft, befindet Prantl:

Sie beginnen ihr Erniedrigungswerk mit der Verhöhnung aller bisherigen Politik, nennen es verächtlich „das System“. Dieses System aber ist unsere Demokratie, unser Rechtsstaat. Natürlich hat und macht dieser Fehler – aber der Nationalismus ist ein einziger großer Fehler

( Zitat aus KURIER, 24.3.2017 )

 

Internet-Portal oe24 ein Fall für den Presserat

oe24 bringt, was Leser aufhetzt – notfalls auch doppelt

Von Stefan Kastél

( erstmals erschienen in „Unsere Zeitung“ www.unsere-zeitung.at – Beitrag ausgewählt von Udo Bachmair )

Vergangenen Sonntag (19.3.) veröffentlichte oe24, das Internet-Portal des Boulevardblatts Österreich, einen Artikel über ein 7-jähriges Mädchen, das angeblich von fünf arabischstämmigen Männern vergewaltigt wurde. Absolut schrecklich und unvorstellbar. So unvorstellbar, dass sich genau dieser Vorfall, am selben Tag und am selben Ort, vor genau einem Jahr zugetragen haben soll. Denn am 20.03.2016 veröffentlichte oe24 genau diesen Artikel mit ähnlichem Wortlaut. Außer der BILD-„Zeitung“ in Deutschland und eben oe24, wurde darüber in keinem anderen Medium berichtet. Lediglich der NDR (Norddeutscher Rundfunk), gab später bekannt:

Ob es tatsächlich ein Opfer gegeben hat oder ob die Tat von Bewohnern der Erstaufnahme erfunden wurde, dazu will die Staatsanwaltschaft nichts sagen. Es gebe einen Vorwurf, der nicht belegbar ist.“ (mimikama.at)

Das – man ahnt es schon – interessiert 99 Prozent der Leserschaft von oe24 überhaupt nicht. „Dieses Pack muss man direkt Bolzenschussgerät an den Kopf halten“, „sofort kastrieren und nach Sibirien“ oder „arabische Schweine“ ist der einheitliche Duktus, welcher sich unter diesem Artikel entlädt. Bisher wurde der Artikel von der oe24-Facebook-Seite ausgehend 320 mal geteilt und hat über 770 Reaktionen (Stand 21.3, 12:40 Uhr).

Selbst jene Stimmen, die unter diesem Artikel darauf hinweisen, dass diese Geschichte bereits ein Jahr alt ist und es überhaupt keine Beweise gibt, sind irrelevant. Die Lunte wurde geworfen und das Leservolk übt verbale Selbstjustiz. Internet-Portal oe24 ein Fall für den Presserat weiterlesen

EU-Idee und Zukunft / Soziale Marktwirtschaft – Medientipps

Hans H ö g l

ARTE: Dienstag-  21.März: Europa. Was nun? Was ist aus der Idee geworden? 20:15 Kampf um Europa. 22:00 Am Anfang waren`s Sechs. Geschichtsdoku

ORF 1: Mittw.  22. März  „Voll verzuckert“. Wieviel  Zucker steckt eigentlich in „gesunden Lebensmitteln?“ 20:15 Doku

3-sat:  Donnerstag:  Soziale Marktwirtschaft „scobel“ 21:00

ZIB 2: Freitag  History. 22:35 Zur EU-Gründungsidee u. Zukunftsszenarien

NB. Wir haben Anregungen in der „Kleinen Zeitung“ (Graz) aufgegriffen. Sie empfiehlt auch ARTE-Sendungen,  obgleich sie in Massenblatt ist.

 

Entwicklungspolitik – Medientipps

 

 Wenn dieser Medientipp nicht korrekt dargestellt wird, klicken Sie bitte auf folgenden Link:
http://medientipps.baobab.at
Medientipp BAOBAB KW 12-2017 (20.3.2017 bis 26.3.2017)

BAOBAB wertet jede Woche das Fernseh- und Kinoprogramm nach Filmen zu entwicklungspolitischen Themen aus. Wir stellen diese Filmtipps als wöchentliche kostenlose Serviceleistung zur Verfügung.
Unsere Tipps berücksichtigen Arte, 3sat, ORF 1, ORF 2, ORF III, SRF 1, SRF 2, SRF info, ARD, ZDF, Servus TV und PHOENIX. Unser neuer YouTube Channel bietet von BAOBAB empfohlene internationale Kurzfilme. Viel Spaß beim Sichten der Playlisten!

 

 

Ohne Hoffnung keine Zukunft

Gastbeitrag aus Zeitschrift „Publik Forum“

 Der aktuellen Resignation zum Trotz: Menschen stehen immer wieder auf. Sie verändern, streiten und leben für eine gerechtere Zukunft. Was treibt sie an, was ist das Geheimnis ihrer Hoffnung? ….

Die guten Nachrichten werden gerne übersehen oder von den Medien nicht weitergegeben. Dabei gibt es weltweit viele positive Entwicklungen. Es ist schon paradox: Da kommen Menschen aus Syrien, Somalia und dem Irak nach Deutschland, mit nichts als der Hoffnung im Gepäck, dem Krieg zu entfliehen und in Europa ein besseres Leben zu finden. Und dann treffen sie im reichen Deutschland Menschen, die oft wenig Hoffnung haben.

»Zukunft wird als Problem wahrgenommen«, erläutert der Schweizer Zukunftsexperte Andreas M. Walker. »Die meisten Menschen glauben, dass wir in der bestmöglichen aller Zeiten leben. Also wird viel investiert in die Stabilität der Gegenwart, damit alles so bleibt, wie es ist.« »German Angst« regiert offensichtlich das Land, nicht der Wunsch, etwas zu verändern und die Zukunft zu gestalten. Dieser hier etwas gekürzte Text stammt von der Webseite https://www.publik-forum.de/Politik-Gesellschaft/ohne-hoffnung-keine-zukunft-2?idw=20169908#